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Straßengüterverkehr Kommt die Maut 2.0?

| Redakteur: Robert Weber

Das europäische Parlament hat den Weg für die Eurovignette frei gemacht. Schwere Lastwagen können künftig für Lärm- und Luftverschmutzung in der Europäischen Union zur Kasse gebeten werden. Erstmals wird das Verursacherprinzip angewandt.

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Mit der Eurovignette will die EU Verschmutzern an den Geldbeutel. Bild: Harry Hautumm, pixelio
Mit der Eurovignette will die EU Verschmutzern an den Geldbeutel. Bild: Harry Hautumm, pixelio
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Eurovignette wird aber keine Pflicht in den EU-Staaten. Vorgesehen ist, dass schwere Lkw auch für Lärm und Schadstoffe Aufschläge bezahlen müssen. Eine Abgabe für Stau wurde nicht aufgenommen. Die Abgabe ist begrenzt auf höchstens 4 Cent Aufpreis pro Fahrzeugkilometer und betrifft nur Lastwagen über 12 t. Fahrzeuge unter 12 t können von der Maut ausgeschlossen werden, wenn der EU-Staat eine Begründung liefert.

Verschmutzer soll zahlen

Die EU will mit der Eurovignette den Logistikunternehmen Preissignale setzten, um in nachhaltige Transporte zu investieren, heißt es bei der Nachrichtenagentur dpa. Erstmals müsse der Verschmutzer zahlen, so EU-Abgeordnete. Aus ihrer Sicht ist die Entscheidung ein Schritt in die richtige Richtung. Die Vignette war jahrelang umstritten.

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