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Forschungsprojekt Koordinations- und Kommunikationsplattform für vereinfachten Datenaustausch

| Redakteur: Claudia Otto

Die DBH Logistics IT AG und die Travemünder Datenverbund GmbH setzen gemeinsam das Forschungsprojekt Ko-Ko-Bahn um. Ziel des Projektes ist eine einheitliche Koordinations- und Kommunikationsplattform für einen vereinfachten und kostengünstigen Datenaustausch zwischen allen am Schienenverkehr beteiligten Unternehmen. Es handelt sich dabei nach dem Kenntnisstand der Initiatoren um das erste Projekt, das Ost- und Nordseehäfen gemeinsam angespricht. Transportaufträge, Zollanmeldungen, Zuginformationen und Stellplatzmeldungen von Containern und Trailern sind nur einige Daten, die in den deutschen Seehäfen abgefragt, geprüft, weitergeleitet und von vielen Beteiligten genutzt werden. Leider nicht einheitlich. Die Datensätze zu einem Transport unterscheiden sich von Hafen zu Hafen, Umschlagbetrieb zu Umschlagbetrieb und von einem Eisenbahnverkehrsunternehmen zum anderen.

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Bis 2013 soll das Projekt abgeschlossen sein und für die Anbindung aller deutschen Häfen bereitstehen. Bild: DBH Logistics IT AG
Bis 2013 soll das Projekt abgeschlossen sein und für die Anbindung aller deutschen Häfen bereitstehen. Bild: DBH Logistics IT AG
( Archiv: Vogel Business Media )

Die unterschiedlichen Systeme und die nicht harmonisierten Datenformate erschweren dabei die Kommunikation. Bahnkunden, die in mehreren Häfen Transporte abfertigen, sehen sich somit gezwungen, technische und personelle Ressourcen zur Bedienung der einzelnen Hafenstandorte bereitzustellen, denn die Kommunikationssysteme der Häfen sind im Bahnbereich nicht miteinander vernetzt. Ein Mehraufwand, der sich in erhöhten Kosten und einem größeren Fehlerrisiko widerspiegelt.

Standardsierter Datenaustausch zwischen allen deutschen Seehäfen

Mit einer hafenübergreifenden Koordinations- und Kommunikationsplattform, schaffen die Travemünder Datenverbund GmbH und die DBH Logistics IT AG erstmals eine Möglichkeit für einen standardisierten Datenaustausch zwischen beteiligten Operateuren, Verkaufsgesellschaften, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Umschlagbetrieben in allen deutschen Seehäfen.

Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert, sollen mit dem Projekt entscheidende Schritte für eine sichere, zeitnahe und detaillierte Kommunikation über eine gemeinsame Plattform erfolgen.

Bisher sind die dafür notwendigen Kommunikationssysteme in den Häfen nur eingeschränkt vorhanden oder entsprechen nicht mehr dem neuesten technischen Stand. Darüber hinaus benötigt jeder Transportvorgang für jeden Seehafen eigene Datenformate und unterschiedlichste Informationen und Daten.

Plattform steigert Effizienz bei Eisenbahnverkehrsunternehmen

Mit der neuen Plattform lassen sich den Angaben zufolge Synergieeffekte und Effizienzsteigerungen bei Eisenbahnverkehrsunternehmen, Eisenbahninfrastrukturunternehmen und Bahnkunden erzielen. Das Projekt werde die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure vereinfachen und durch Standardisierungen kostengünstiger gestalten, da es mit anderen Systemen kompatibel ist. Als Verteilungs- und Übersetzungsprogramm wird Ko-KoBahn künftig zwischen den verschiedenen Seehäfen und unterschiedlichen Systemen vermitteln.

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