Krantechnik

Krane für den doppelten Durchsatz

06.09.2011 | Autor / Redakteur: Jan Petersen / Bernd Maienschein

Damit das Kranportal möglichst nahe an der Wand errichtet werden konnte, musste es auf einer Seite angeschrägt werden. Bild: Stahl Cranesystems
Damit das Kranportal möglichst nahe an der Wand errichtet werden konnte, musste es auf einer Seite angeschrägt werden. Bild: Stahl Cranesystems

Der Chemische Betrieb Karl Kampka hat im Mai 2011 seine dritte Anlage zur Metallveredelung installiert — unter erschwerten Bedingungen: Das Kranportal musste unter ein niedriges Tonnendach eingepasst werden. Zum Einsatz kommen dort höhenreduzierte Krankopfträger und platzsparende Doppelkettenzüge von Stahl Cranesystems.

Dampfschwaden steigen zur Hallendecke. Langsam hebt sich ein Korb aus der siedenden Flüssigkeit. Kurz verweilt er über Becken Nummer 14, bevor ihn der Kettenzug über Becken Nummer 15 wieder absenkt. Das muss schnell gehen, weiß der Mitarbeiter mit der Kransteuerung in der Hand, denn sonst fängt das Material an zu oxidieren.

Krane helfen bei der Oberflächenbehandlung

Mit einem Blick auf die roten Digitalziffern der Wanduhr eilt er einige Meter weiter, hebt auch dort einen dampfenden Korb voll metallisch glänzender Werkstücke hinüber in das nächste Becken. „Entfettungsspüle alkalisch“ steht auf einem Etikett am Beckenrand, „Schwefelsäure“, „Beizspüle“, „Brünierbad“ auf einigen andren.

In Burgfarrnbach, einem Stadtteil von Fürth, ist der Firmensitz von Karl Kampka, einem Betrieb zur chemischen Oberflächenbehandlung. Karl Kampka besitzt drei Anlagen zur Metallveredelung, die neueste wurde erst in diesem Mai installiert. Unter erschwerten Bedingungen: Das Kranportal der neuen Anlage musste unter das niedrige Tonnendach der kleinen Nebenhalle eingepasst werden – kaum Spielraum für Stahl- und Kranbau Oeder, das den Kran konstruierte.

Knifflige Projekte mit anspruchsvoller Statik wie dieses hier sind dessen Spezialität. Immer wenn es eng wird, sind die Oeder-Konstrukteure gefragt. Seit Michael Schmid, einer der Geschäftsleiter von Karl Kampa, dort beschäftigt ist, hat das Unternehmen jedes Jahr Wachstumsraten von 10 bis 20%. Um die steigende Nachfrage nach veredelten Metallen befriedigen zu können, wurde die Produktion immer wieder erweitert, die letzte große Investition liegt gerade einmal drei Jahre zurück – 2008. Damals baute Kampka seine bislang größte und wohl bundesweit einzigartige Brünieranlage mit 22 Becken.

Für das Kranportal zählt jeder Zentimeter

In dem schmalen Gang neben der Anlage stehen Paletten mit Kundenteilen und Körbe voll mit Werkstücken. Die Streben des Kranportals reichen bis knapp unter die Decke – hier zählt jeder Zentimeter. Noch enger wurde es in der kleinen Nebenhalle, in der bis vor wenigen Wochen noch die alte Phosphatieranlage stand. Die neue Anlage sollte so eng wie möglich an die Wand, damit man später noch Platz für neue Projekte hat.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentieren Sie den Beitrag

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Whitepaper

Erfolgreich mit Industrie 4.0

Smart Factory

Wir zeigen, worauf es auf dem Weg zur Smart Factory ankommt. Mit Erklärungen, Praxisbeispielen und Dos and Don'ts. lesen

Lademittel digital verwalten

Behältermanagement im Cloud-Netzwerk:Einfach digital gedacht

Wie sich Digitalisierung in der Lademittelverwaltung nutzen lässt, einen Großteil der manuellen Aufwände eliminiert und dabei unternehmensübergreifend Transparenz schafft, erfahren Sie in diesem Whitepaper. lesen

Digitale Transformation

Wie fit ist Ihr Unternehmen?

Wie fit ist Ihr Unternehmen für die digitale Transformation. Machen Sie den Digitalisierungs-Schnellcheck und finden Sie heraus, wie gut Ihr Unternehmen hinsichtlich digitaler Technologien, Prozesse, Angebote und Denkweisen aufgestellt ist. lesen

DER NEWSLETTER FÜR INDUSTRIE UND HANDEL Newsletter abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 381647 / Fördertechnik)