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Krantechnik Krane für den doppelten Durchsatz

Autor / Redakteur: Jan Petersen / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Der Chemische Betrieb Karl Kampka hat im Mai 2011 seine dritte Anlage zur Metallveredelung installiert — unter erschwerten Bedingungen: Das Kranportal musste unter ein niedriges Tonnendach eingepasst werden. Zum Einsatz kommen dort höhenreduzierte Krankopfträger und platzsparende Doppelkettenzüge von Stahl Cranesystems.

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Damit das Kranportal möglichst nahe an der Wand errichtet werden konnte, musste es auf einer Seite angeschrägt werden. Bild: Stahl Cranesystems
Damit das Kranportal möglichst nahe an der Wand errichtet werden konnte, musste es auf einer Seite angeschrägt werden. Bild: Stahl Cranesystems
( Archiv: Vogel Business Media )

Dampfschwaden steigen zur Hallendecke. Langsam hebt sich ein Korb aus der siedenden Flüssigkeit. Kurz verweilt er über Becken Nummer 14, bevor ihn der Kettenzug über Becken Nummer 15 wieder absenkt. Das muss schnell gehen, weiß der Mitarbeiter mit der Kransteuerung in der Hand, denn sonst fängt das Material an zu oxidieren.

Krane helfen bei der Oberflächenbehandlung

Mit einem Blick auf die roten Digitalziffern der Wanduhr eilt er einige Meter weiter, hebt auch dort einen dampfenden Korb voll metallisch glänzender Werkstücke hinüber in das nächste Becken. „Entfettungsspüle alkalisch“ steht auf einem Etikett am Beckenrand, „Schwefelsäure“, „Beizspüle“, „Brünierbad“ auf einigen andren.

In Burgfarrnbach, einem Stadtteil von Fürth, ist der Firmensitz von Karl Kampka, einem Betrieb zur chemischen Oberflächenbehandlung. Karl Kampka besitzt drei Anlagen zur Metallveredelung, die neueste wurde erst in diesem Mai installiert. Unter erschwerten Bedingungen: Das Kranportal der neuen Anlage musste unter das niedrige Tonnendach der kleinen Nebenhalle eingepasst werden – kaum Spielraum für Stahl- und Kranbau Oeder, das den Kran konstruierte.

Knifflige Projekte mit anspruchsvoller Statik wie dieses hier sind dessen Spezialität. Immer wenn es eng wird, sind die Oeder-Konstrukteure gefragt. Seit Michael Schmid, einer der Geschäftsleiter von Karl Kampa, dort beschäftigt ist, hat das Unternehmen jedes Jahr Wachstumsraten von 10 bis 20%. Um die steigende Nachfrage nach veredelten Metallen befriedigen zu können, wurde die Produktion immer wieder erweitert, die letzte große Investition liegt gerade einmal drei Jahre zurück – 2008. Damals baute Kampka seine bislang größte und wohl bundesweit einzigartige Brünieranlage mit 22 Becken.

Für das Kranportal zählt jeder Zentimeter

In dem schmalen Gang neben der Anlage stehen Paletten mit Kundenteilen und Körbe voll mit Werkstücken. Die Streben des Kranportals reichen bis knapp unter die Decke – hier zählt jeder Zentimeter. Noch enger wurde es in der kleinen Nebenhalle, in der bis vor wenigen Wochen noch die alte Phosphatieranlage stand. Die neue Anlage sollte so eng wie möglich an die Wand, damit man später noch Platz für neue Projekte hat.

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