Ultrakondensatoren

Kredit soll Kondensatoren in Europa voranbringen

| Autor: Benedikt Hofmann

Taavi Madiberk, CEO von Skeleton Technologies, und Rafał Rybacki, Zuständiger des EIB für die baltischen Staaten, bei der Vetragsunterzeichnung.
Taavi Madiberk, CEO von Skeleton Technologies, und Rafał Rybacki, Zuständiger des EIB für die baltischen Staaten, bei der Vetragsunterzeichnung. (Bild: Skeleton Technologies)

Akkutechnik gehört zu den „heißesten“ Forschungsfeldern der Gegenwart. Immer mehr elektronische Geräte wie Smartphones und die aufkommende Elektromobilität machen es möglich. Eine der aussichtsreichsten Zukunftstechnologien sind die Ultra- oder Superkondensatoren.

Zu den großen Vorteilen, die Ultrakondensatoren im Vergleich zu konventionellen Akkumulatoren haben, zählen die rasche Ladekapazität innerhalb weniger Sekunden sowie die Möglichkeit, über eine Million Ladungs- und Entladungszyklen zu verfügen. Skeleton Technologies, ein führender europäischer Hersteller, setzt auf patentierte, graphenbasierende Ultrakondensatoren, die sich durch ihre hohe Leistungs- und Energiedichte auszeichnen.

Um die Finanzierung von R&D-Ressourcen für die künftige Entwicklung der Produkte und Systeme von Skeleton Technologies sicherzustellen, hat die Europäische Investitionsbank (EIB) eine Finanzierung über 15 Mio. Euro als „Quasi-Eigenkapital“ für das Unternehmen unterschrieben. Skeleton Technologies hatte zuvor bereits 26,7 Mio. Euro an Finanzmitteln eingesammelt, wodurch die Gesamtfinanzierung 41,7 Mio. Euro beträgt. Der Kredit soll auch dabei helfen die Kunden besser zu bedienen, was sowohl Automobilhersteller aus Deutschland mit einschließt als auch weltweit führende Technologieunternehmen sowie die Europäische Raumfahrtagentur.

Jan Vapaavuori, Vizepräsident der EIB, erläutert die Hintergründe der Kreditvergabe so: „Der Kredit der EIB versorgt Skeleton mit einem starken Finanzierungsschub, der die Produktion, R&D und die wirtschaftliche Entwicklung beschleunigt. So kann das Unternehmen seine graphenbasierenden Ultrakondensatoren nicht nur auf dem europäischen Kontinent, sondern auch weltweit einsetzen. Dank der EIB-Finanzierung kann Skeleton seine führenden wissenschaftlichen Kenntnisse auf diesem Gebiet ausweiten, kritische Größe erreichen und in einem Markt mit enormem Potenzial Bedeutung gewinnen. Angesichts Skeletons wegweisender Technologie und der Umweltfreundlichkeit seiner Produkte ist es nur konsequent, dass die EIB solche europäischen Innovations-Unternehmen unterstützt.“

Entsprechend plant das Unternehmen große Investitionen in die Produktion, Forschung und Entwicklung, um den Wettbewerbsvorsprung bei den einzelnen Komponenten weiter zu steigern. So wird es für Skeleton Technologies künftig möglich sein, zu einem Anbieter für komplette Energiespeichersysteme zu werden, der die Kunden mit einer vollständigen Hybridenergielösung versorgt. Darüber hinaus wird das Unternehmen in Großröhrsdorf in Sachsen eine Fabrik für die Massenproduktion von Elektroden errichten. Damit werden im lokalen Umfeld Arbeitsplätze geschaffen, so wie es in den Zielvorgaben des Investmentplans für Europa festgehalten ist, unter denen der Kredit durch die Europäische Kommission vergeben wurde.

Das unterstreicht auch Taavi Madiberk, CEO von Skeleton Technologies, in seinem Statement: „Der Kredit der EIB ist ein bedeutender Meilenstein für unser Unternehmen, der uns nicht nur mit mehr Finanzkraft versorgt, um unsere Ziele zu erreichen, sondern uns auch ein wichtiges Zeichen des Vertrauens gegenüber Kunden und Partnern an die Hand gibt. Der Kredit ermöglicht es, dass wir uns auf die Anstrengungen konzentrieren können, Energiespeichersysteme mit unserer Technologie zu Transportation- und Power-Grids zu bringen, bei denen die Reduzierung von CO2-Ausstoß, sowohl finanziell als auch beim Umweltschutz, den größten Einfluss hat. Der Investitionsplan für Europa ist für uns der perfekte Weg, unsere paneuropäischen Aktivitäten zu finanzieren. So planen wir, unsere Belegschaft deutlich zu erhöhen und unsere Aktivitäten in Estland und Deutschland auszubauen.“ ■

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