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Ladungssicherung Ladungssicherung Praxistag: 4. Trainer- und Beratertag im „3G“

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Am 7. Oktober lud das 3G Europäisches Kompetenzzentrum Ladungssicherung in Fulda zum 4. Trainer- & Beratertag Ladungssicherung ein. Auf dem Plan standen Normgerechtes Prüfen von Aufbauten, Zurrpunkten und Ablegereife.

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Der 4. Trainer- und Beratertag zeigte unter anderem, wie Laseeinheiten mithilfe einer schiefen Ebene normgerecht geprüft werden können.
Der 4. Trainer- und Beratertag zeigte unter anderem, wie Laseeinheiten mithilfe einer schiefen Ebene normgerecht geprüft werden können.
(Bild: 3G Europäisches Kompetenzzentrum für Ladungssicherung)

Die Tagesveranstaltung widmet sich in zwei Workshops den regelkonformen Möglichkeiten zum Prüfen von Aufbauten und Zurrpunktfestigkeiten sowie den Kriterien der Ablegereife für Ladungssicherungsmittel. Außerdem standen das Prüfen von Ladeeinheiten und Reibbeiwerten mithilfe einer 8 m langen schiefen Ebene sowie verschiedene Fahrversuche auf dem Programm. Damit richtet sich das Seminar an Trainer und Berater für Ladungssicherung, Sachverständige, Gutachter, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Gefahrgutbeauftragte. Für eine nutzen- und praxisorientierte Veranstaltung sorgen die Referenten Dr. Werner Schmidt, Geschäftsführer der TUL-LOG GmbH aus Dresden und Wolfgang Hein, Leiter 3G Europäisches Kompetenzzentrum Ladungssicherung.

Wissensvermittlung für Ladungssicherungsbranche

Der 3G Trainer- und Beratertag ist bereits zu einer festen Einrichtung für die Ladungssicherungsbranche geworden. Die Mischung aus Theorie und Praxis führt zu einer nachhaltigen und anschaulichen Wissensvermittlung mit hohem Nutzwert. Der erste Workshop des Tages behandelte die Kriterien der Ablegereife für Ladungssicherungsmittel nach VDI 2700, DIN EN 12195-2 und DIN EN 12195-3. Dr. Werner Schmidt zeigte, auf welche Art die Ablegereife von Zurrgurten aus Polyester (PES) und Polypropylen (PP) sinnvoll und praktikabel geprüft werden kann. Außerdem erklärte Schmidt, welche Mess- und Prüfkriterien bei Zurrketten gelten und wie man diese in der Praxis anwendet.

Im zweiten Workshop stand das normgerechte Prüfen von Aufbauten und Zurrpunkten im Vordergrund. Wolfgang Hein erläuterte die Regeln der Technik und die aktuellen Normen und Möglichkeiten, die im Normenwerk gemäß DIN EN 12640 und DIN EN 12642 vorgesehen sind. Der Workshop zeigte unter anderem, welche Gefahren sich daraus für Frachtführer und Spediteure ergeben können.

Bei den praktischen Prüfungen und Demonstrationen markierten der Aufbau und Ablauf von Reibwertprüfungen nach VDI 2700 Blatt 14 mit verschiedenen rutschhemmenden Materialien den Start. Neben praktischen Prüfungen von Ladeeinheiten standen auch verschiedene Ladeeinheiten auf Paletten auf dem Prüfstand, die einer Verzögerung von 0,3 G bis 1,0 G ausgesetzt wurden.

Tipps für den Aufbau von Fahrversuchen

Weiterhin standen fahrdynamische Versuche in Kreisbahn und Vollbremsung mit eingebauter Stützachse auf der Agenda. Dabei wurden auch die Möglichkeiten moderner Mess- und Kameratechnik und die Darstellung der entsprechenden Ergebnisse aufgezeigt. Den fachlichen Schlusspunkt setzten konkrete Tipps für den Aufbau von Fahrversuchen. Das im April 2012 eröffnete „3G Europäisches Kompetenzzentrum für Ladungssicherung“ bündelt die Bereiche Innovation, Wissen und Prüfung zur Förderung der Verkehrssicherheit auf allen Ebenen der Wirtschaft unter einem Dach.

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