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Lagerprozesse steuern mit Wägetechnik

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Waagen und Wägesysteme werden laufend weiterentwickelt

Dennoch darf die eigentliche Wiegetechnik nicht unterbewertet werden. Trotz der hohen Anforderungen an das Know-how der Prozessintegration – ohne das kaum ein Hersteller noch eine Waage verkaufen könnte, werden auch die Waagen und Wägesysteme laufend weiterentwickelt. Dabei erlebt der Markt oft genug enorme Innovationssprünge. Vor acht Jahren hätte zum Beispiel noch niemand geglaubt, dass pro Stunde 2000 und mehr Gewichte im hochgenormten Bereich dynamisch erfasst werden könnten.

Auch heute werden immer noch Daten sehr oft händisch erfasst und am PC eingegeben. Den Wägetechnikern geht es nun vor allem darum, solche Prozesse zu automatisieren und zu optimieren. Dabei muss vor allen Dingen sichergestellt werden, dass die Daten während des gesamten Prozesses fehlerfrei erfasst und jederzeit online abgerufen werden können. Bei der Einbindung solcher Lösungen samt des vorhandenen Equipments, wie Sensoren zur Identifizierung von Dingen aller Art, in die Gesamtsysteme helfen qualifizierte Softwarepartner.

Die eigentliche Datenverarbeitung auf der Geschäftsprozess-Ebene passiert dann in übergeordneten ERP-Systemen, wobei es prinzipiell egal ist, ob es sich dabei um das Warehouse-Management-System von SAP oder um das eines anderen Anbieters handelt. Wichtig und inzwischen Usus ist, dass die Wägetechniker IT-seitig nach oben hin standardisierte und vordefinierte Schnittstellen wie Active-X oder OPC anbieten. Das fachliche Know-how, um im Prozess feststellen zu können, mit welchen Parametern die Wägesysteme integriert werden müssen, darf als vorausgesetzt angenommen werden.

Falsch wäre jedoch die Annahme, dass die Wägetechnik inzwischen eine reine Software-Angelegenheit geworden ist.

Wägende Fachböden steuern komplexe Logistikprozesse

Nehmen wir ein hardwaretechnisches Beispiel. Oft werden Sonderlösungen entwickelt, die ganz spezifisch auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten sind. Wie so etwas aussehen kann, zeigt ein Beispiel aus der „Future-Factory“, die SAP zusammen mit vielen Partnern in Dresden aufgebaut hat. Der Gießener Wägetechnikhersteller Mettler Toledo ist dort mit einer sogenannten Smart-Storage-Lösung vertreten, die er in ähnlicher Form auch schon am Markt realisiert hat.

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