Hallen/Zelte

Losberger kauft insolventen Containerbauer Graeff

| Redakteur: Bernd Maienschein

Losberger ist mit rund 650.000 m² Zelt- und Hallenbestand einer der führenden Anbieter in der Vermietung mobiler Hallen und Zeltsysteme.
Losberger ist mit rund 650.000 m² Zelt- und Hallenbestand einer der führenden Anbieter in der Vermietung mobiler Hallen und Zeltsysteme. (Bild: Losberger)

Die Losberger GmbH übernimmt die Vermögenswerte der insolventen Graeff Container und Hallenbau GmbH. Einen entsprechenden Kaufvertrag haben Rechtsanwalt Christopher Seagon, Insolvenzverwalter von Graeff, und Berndt Zoepffel, Geschäftsführer von Losberger, kürzlich unterzeichnet.

Die Übernahme der Mannheimer Graeff Container und Hallenbau GmbH durch die Losberger GmbH mit Hauptsitz in Bad Rappenau wird erst nach Erfüllung von Vollzugsbedingungen (unter anderem die Zustimmung des Bundeskartellamts und der Finanzierungspartner) gültig. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Marke Graeff soll erhalten bleiben

Seagon kann mit dem Verkauf die Standorte in Mannheim und Lübars (Sachsen-Anhalt) sowie die wesentlichen Arbeitsplätze sichern, wie in einer Pressemitteilung zu lesen ist. „Losberger hat von allen Interessenten das überzeugendste Gesamtkonzept vorgelegt“, so Insolvenzverwalter Seagon. Zudem kenne der Käufer die Branche gut und habe im Markt einen guten Ruf. „Beide Unternehmen passen zusammen, ich sehe deshalb gute Chancen, dass sie gemeinsam ihre Position im Markt ausbauen können“, zeigt sich Seagon optimistisch.

Diesen Optimismus teilt auch die Käuferseite. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen intensiv mit Graeff beschäftigt und sind von unserer Investition überzeugt“, sagt Berndt Zoepffel, Geschäftsführer der Losberger GmbH. Er will die Marke Graeff erhalten und ausbauen. „Wir sehen hierfür gutes Potenzial und wollen zudem Synergien nutzen.“

Involvenzverwalter konnte Geschäftsbetrieb stabilisieren

Seagon gelang es bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren nach intensiven Gesprächen, allen voran mit den Subunternehmern und den Kunden, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und uneingeschränkt fortzuführen. Damit konnte er die Voraussetzung für einen strukturierten Investorenprozess schaffen. Da Graeff ausbaufähiges Potenzial hat, die Kunden trotz Insolvenzantrag weiterhin Aufträge erteilen und das Unternehmen neben der Kompetenz im Containerbau auch einen Bestand von mehreren Tausend vermieteten Containern für die unterschiedlichsten Ansprüche hat, war das Interesse potenzieller Investoren relativ hoch.

Die Graeff Container und Hallenbau GmbH aus Mannheim hatte am 2. März 2012 beim Amtsgericht in Mannheim Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt (wir berichteten). Zum Insolvenzverwalter hat das Gericht mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Juni 2012 den Heidelberger Rechtsanwalt Christopher Seagon bestellt, der zuvor auch als vorläufiger Insolvenzverwalter im Unternehmen tätig war.

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