Materialfluss Lagerverwaltungs-Software schafft Ordnung im Prototypen-Teilelager

Autor / Redakteur: Martin Leiacker / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Mit einer Softwareanpassung wurde die umfassende Verwaltung des komplexen Lagers für Prototypen-Teile von Audi in der Ingolstädter Konzernzentrale ermöglicht. Rund 1500 Einzelteile, vom Radkasten bis zu Motorteilen, stehen der Entwicklungsabteilung in verschiedensten Materialien, Formen und Farben zur Verfügung.

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Bild 1: Im Vorserienzentrum von Audi entstehen die Autos von morgen. Neben Büros und Werkstätten findet sich hier auch das Lager für Prototypenteile. Bild: Audi
Bild 1: Im Vorserienzentrum von Audi entstehen die Autos von morgen. Neben Büros und Werkstätten findet sich hier auch das Lager für Prototypenteile. Bild: Audi
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Geschäftsbereich technische Entwicklung von Audi in Ingolstadt entstehen die Autos von morgen (Bild 1). Von Design über Ausstattung und Sicherheit bis hin zur Entwicklung neuer Motorenmodelle werden hier künftige Standards zur Serienreife gebracht (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Zur Umsetzung ihrer Ideen müssen die Konstrukteure und Ingenieure jederzeit auf ein umfangreiches, gut sortiertes Lager von sofort verfügbaren Auto-Einzelteilen zugreifen können.

Die Dönne + Hellwig Logistics GmbH plant und organisiert bereits seit über zehn Jahren die Logistik in der Konzernzentrale von Audi. Das Tochterunternehmen der renommierten D.Logistics-Gruppe hat sich unter anderem auf das sogenannte „Inhouse-Outsourcing“ spezialisiert. Dabei werden die Leistungen der ausgegliederten Bereiche, wie etwa der Lagerverwaltung und -bewirtschaftung, direkt vor Ort beim Kunden, in diesem Fall bei Audi, umgesetzt.

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Da die bislang genutzte Lagerverwaltungssoftware den aktuellen Anforderungen an das Prototypen-Teilelager nicht mehr gewachsen war, beauftragte Dönne + Hellwig die Logos GmbH mit der Umstellung auf ihre Software Imotic.

Software muss neben Datenstamm auch Zusatzmerkmale verwalten

Im Prototypen-Teilelager werden sämtliche Komponenten bevorratet, die in einem Auto verbaut werden (Bild 3). Viele Bauteile sind nahezu identisch und unterscheiden sich nur marginal voneinander. So werden beispielsweise Radkästen in verschiedenen Materialien und Farben gelagert.

Daher muss die Software neben dem normalen Datenstamm auch mehrere Zusatzmerkmale verwalten können. Diese Zusatzmerkmale müssen nicht nur gespeichert und mitgeführt werden, sondern sind auch aktiv in der Bestandsfindung berücksichtigt.

Software schlägt geeigneten Ersatz selbst vor

Der Nutzer kann demnach beispielsweise gezielt nach einem roten Radkasten suchen. Das System schlägt sogar gegebenenfalls Alternativen vor. Wenn kein roter Radkasten mehr vorrätig ist, wird etwa ein blauer empfohlen. Eine rote Beifahrertür kommt hingegen aufgrund der Hierarchisierung der Merkmale als Ersatz nicht in Frage.

Für jedes Einzelteil kann in Imotic individuell festgelegt werden, welches der Merkmale zwingend berücksichtigt werden muss und welche Eigenschaften zweit- und drittrangig behandelt werden sollen.

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