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Atoss-Dekra-Studie Leistungsreserven ausreizen durch betriebliche Weiterbildung

| Redakteur: Jürgen Schreier

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Immer mehr Unternehmen in Deutschland erkennen, dass sie in den eigenen Reihen noch viele ungenutzte Potenziale aktivieren können. Für 93% ist die systematische Qualifizierung ihrer Mitarbeiter der beste Ansatzpunkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Atoss Software AG und der Dekra Akademie GmbH.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Im Rahmen der Studie „Digging for Diamonds – Verborgene Potenziale im Unternehmen heben“ wurden 272 HR- und Linienmanager deutscher Unternehmen befragt. Die Untersuchung sollte herausfinden, ob und wie sie sich mit den Potenzialen innerhalb ihrer Belegschaft auseinandersetzen. Fast alle Befragten (89%) sehen einen Bedarf, die „Rohdiamanten“ unter den eigenen Mitarbeitern zu entdecken und zu fördern. Gefragt nach den Werkzeugen, um dieses Ziel zu erreichen, nannten über drei Viertel (78%) der HR- und Linienmanager die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter.

Führungskraft muss Vorbild sein

Für noch wichtiger als qualifizierte Mitarbeiter halten die Befragten eine gute Führungsmannschaft. 85% sind der Meinung, die Qualifizierung des Managements ist letztlich ausschlaggebend für die Leistungsfähigkeit der Belegschaft. 81% der Unternehmen sind außerdem der Meinung, dass Führungskräfte in punkto erwarteter Leistung und Verhalten Vorbilder sein müssen, um die Stärken ihrer Mitarbeiter für das Unternehmen nutzbar zu machen. Vor allem kleinere Unternehmen und Produktionsbetriebe achten überdurchschnittlich stark auf ihre Wertekultur.

Individuelle Weiterbildung gefragt

Die interviewten HR- und Linienmanager haben konkrete Vorstellungen von der idealen Gestaltung ihrer Qualifizierungsstrategien: Weiterbildungsaktivitäten sollten individuell auf die Mitarbeiter abgestimmt sein um eine Wirkung zu erzielen (13%). 12% sind der Meinung, dass der Durchführung einer Qualifizierungsmaßnahme eine genaue Bedarfsanalyse voraus gehen sollte: Welche Anforderungen sind durch die Position gegeben? Wo liegen die Schwächen des Mitarbeiters? Worin besteht Qualifizierungsbedarf?

IT-gestütztes Qualifikationsmanagement steckt noch in den Kunderschuhen

Ein systematisches IT-gestütztes Qualifikationsmanagement scheint in Deutschland noch nicht an der Tagesordnung zu sein. Nur 57% der befragten Unternehmen verfügen über spezielle Software für diesen Zweck. Weitere 23% wollen jedoch in Systeme für Qualifikationsmanagement investieren. Die befragten Führungskräfte haben also erkannt, dass es künftig noch mehr darauf ankommt, die Qualifikation der eigenen Mitarbeiter zu messen und etwaige Maßnahmen systematisch zu steuern.

„Trotz vieler Unkenrufe ist die Personalentwicklung durch Weiterbildung immer noch eine vielversprechende Methode, um Unternehmen auf die Anforderungen des Marktes vorzubereiten. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels kommt es jetzt darauf an, Qualifizierungskonzepte und -programme nachhaltig zum Fliegen zu bringen, indem sie gezielt angewendet werden. Das so genannte Gießkannenprinzip kann sich keiner mehr leisten“, ergänzt Dr. Peter Littig, Direktor Bildungspolitik/-strategie bei der Dekra Akademie GmbH.

Bezugsmöglichkeit der Studie

Die Studie „Digging for Diamonds: Verborgene Potenziale im Unternehmen heben – Status Quo und Ausblick“ wurde im Juli 2008 veröffentlicht. Sie ist für 199 Euro zzgl. MwSt. zu beziehen unter Tel. (089) 419599-10. Ein kostenloses Management Summary gibt es im Internet.

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