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Karriere Lieber Logistik statt Solar?

Redakteur: Robert Weber

Die deutsche Solarindustrie kämpft um das Überleben. Vor allem in Ostdeutschland, wo sich viele Solarunternehmen angesiedelt haben, müssen die Mitarbeiter über Alternativen nachdenken. Kann die Logistikbranche eine neue Zukunft sein? In Erfurt scheint das zu klappen.

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Im Zalando-Logistikzentrum arbeiten auch Mitarbeiter aus der Solarindustrie. Sie haben einen neuen Job im Lager gefunden.
Im Zalando-Logistikzentrum arbeiten auch Mitarbeiter aus der Solarindustrie. Sie haben einen neuen Job im Lager gefunden.
(Bild: Zalando)

Beispiel Zalando: Die Beschäftigtenzahl soll am Standort Erfurt von derzeit 1500 auf bald 2000 erhöht werden „Wir registrieren in Bewerbungen neben Gastronomen, Friseuren, Fleischern oder Bauarbeitern auch ein starkes Interesse von Bewerbern aus der Solarbranche“, erklärt Pressesprecherin Kristin Dolgner gegenüber MM Logistik. Genaue Zahlen kann das Modeunternehmen dazu aber nicht nennen. Fest steht: Mitarbeiter aus dem benachbarten Bosch Solar Werk haben einen neuen Job bei Zalando gefunden. „Wir freuen uns natürlich über gut qualifizierte Mitarbeiter – auch aus der Solarindustrie. Einige der neuen Kollegen unterstützen uns mit ihrem Know-how mittlerweile als Experten für die Förder- und IT-Systeme in Erfurt“, erklärt die Sprecherin.

Fotostudio im Logistikzentrum

Dazu kommt: Der Internethändler nutzt mittlerweile sogar Teile der ehemaligen Bosch Solar Halle als Fotostudio. Man habe eine leere Etage gemietet, heißt es.

Von Bosch Solar heißt es: Man habe die Liegenschaft 2013 veräußert. Die Halle wurde in der Vergangenheit ebenfalls als Lager genutzt, als am Standort noch produziert wurde. Im Werk Erfurt waren in der Vergangenheit rund 150 Mitarbeiter beschäftigt.

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