Lagerverwaltung Lieferbereitschaft und Durchsatz auf hohem Niveau

Autor / Redakteur: Dieter Hoffmann / Volker Unruh

Flexibilität ist in der Speditionsbranche von entscheidender Bedeutung: Von Kunde zu Kunde variieren die Anforderungen, doch die passenden Logistik-Dienstleistungen müssen in jedem Fall zügig und zuverlässig erbracht werden. Deshalb sind Infrastruktur und Know-how die Schlüssel zu einer erfolgreichen Geschäftstätigkeit.

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Durch die Einführung einer automatisierten Auftragsbearbeitung werden unter anderem Ein- und Auslagerungen miteinander kombiniert. Das bedeutet kürzere Wege und weniger Gangwechsel für die Stapler. Bild: Ehrhardt + Partner
Durch die Einführung einer automatisierten Auftragsbearbeitung werden unter anderem Ein- und Auslagerungen miteinander kombiniert. Das bedeutet kürzere Wege und weniger Gangwechsel für die Stapler. Bild: Ehrhardt + Partner
( Archiv: Vogel Business Media )

Durch die gezielte Nutzung neuer Techniken und leistungsfähiger Informationssysteme hält der Logistikdienstleister Noerpel mit den wachsenden Anforderungen am Markt Schritt und kann somit jederzeit schnell auf Kundenwünsche reagieren. Die C. E. Noerpel Logistik GmbH + Co. KG unterhält in Ulm, Ravensburg, Kempten und Passau vier Standorte sowie fünf Nebenstandorte mit insgesamt knapp 90000 m² Logistikfläche.

Alle diese Standorte sind EDV-technisch an ein eigenes, zentrales Rechenzentrum in Ulm angebunden. Grundanforderungen für IT-Leiter Arnold Ottenbreit waren, dass das neue Lagerverwaltungssystem in die bestehende Systemlandschaft aus Systemen der IBM-I-Series integriert werden konnte, dass sich damit die Logistikprozesse optimal abbilden lassen und dass durch eine dynamische Leitstandsfunktionalität zeitnah auf aktuelle Ereignisse reagiert werden kann. Die Auswahl fiel auf das System LFS 400 von Ehrhardt + Partner mit Sitz in Boppard.

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Senkung der Kosten und Durchlaufzeiten

Das Hauptziel Noerpels war die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch das neue System. Dies wurde durch die Integration sowohl mit externen als auch internen Applikationen erreicht, besonders mit dem ERP-System von SAP und einer bestmöglichen Abbildung der vorhandenen Prozesse.

Außerdem sollten der Lagerdurchsatz erhöht, die Lieferbereitschaft verbessert und die Fahrwege der Flurförderzeuge optimiert werden – Maßnahmen also, mit denen sowohl Durchlaufzeiten als auch Produktionskosten gesenkt werden können. Das LFS 400 wird heute reibungslos an den verschiedenen Standorten eingesetzt, an Endgeräten vom PC bis zu mobilen Datenerfassungsgeräten wie Staplerterminals.

Für jeden Kunden einen eigenen Workflow im Lager

Die dadurch erzielte Flexibilität zeigt sich im Einrichten individueller Abläufe durch einen jeweils eigenen Workflow. So wurde für den Kindersitzhersteller Britax eine integrierte Versandabwicklung mit automatischer Auftragszusammenstellung geschaffen. Für den Kunden Gardena, der kürzlich seine Logistik in die Tochtergesellschaft Hortus GmbH ausgegründet hat, musste die Auslagerung – mit Zeitfenster und Priorität als Richtwerten – optimiert werden.

Noerpel muss in diesem Fall just in time liefern, was am besten durch ein effizientes Lager mit möglichst wenigen Gangwechseln erreichbar ist. Dazu trägt eine automatisierte Palettenverwaltung bei, die schon bei der Einlagerung die wahrscheinliche Entnahmeabfolge berücksichtigt.

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