Explosionsgeschützte Stapler

14.02.2018

Die Ex-Stapler von Linde Material Handling sind durch gekapselte elektrische Bauteile für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.

Sichere Logistikleistung durch Explosionsschutz

In der Fertigung vieler Industriezweige entstehen als Nebeneffekt explosionsfähige Gasgemische, Dämpfe, Nebel oder Staubwolken. Das ist etwa in der Pharma- und Chemieindustrie, in der Druck- und Papierbranche, aber auch etwa in der Getreide- oder Zuckerverarbeitung der Fall. Intralogistikfahrzeuge müssen in solchen Unternehmen maximalen Explosionsschutz gewährleisten, um Unfälle zu vermeiden.

Zahlreiche elektrisch oder dieselbetriebene Stapler, Hubwagen und andere Lagertechnikfahrzeuge von Linde Material Handling werden deshalb in explosionsgesicherten „Ex“-Versionen angeboten. Dadurch kann der gesamte Materialfluss in einem Unternehmen unter explosionsgeschützten Bedingungen abgewickelt werden. Bauteile, die Funkenschlag auslösen können, wie etwa Antriebsteile, Räder oder auch Hubgabeln, werden jeweils gekapselt, versiegelt oder aus hochsicheren Materialen gefertigt.

Zudem wird die Oberflächentemperatur einzelner Fahrzeugkomponenten reguliert, um Explosionen zu vermeiden. Die Logistikfahrzeuge behalten durch die Zusatzausrüstung die für Linde typische Wirtschaftlichkeit, Umschlagsleistung und ergonomisch ausgerichtete Bauart.

 

Nach Norm durch die Gefahrenzonen

Die rechtlichen Anforderungen an den Explosionsschutz steigen auf EU- und auf nationaler Ebene. Damit wachsen die technischen Anforderungen an die Logistikfahrzeuge. Linde Material Handling folgt bei der Explosionsschutzausrüstung seiner Stapler und Hubwagen der vorgegebenen Einteilung in Gefahrzonen: Es gibt Linde-Modelle für Einsatzbereiche, in denen explosive Gasgemische oder Dämpfe nur gelegentlich auftreten.

Diese Stapler und Hubwagen der Zone 1 benötigen die so genannte Ex-Schutzkategorie 2G. Einsatzzonen in denen explosive Gaskonzentrationen selten und nur kurzzeitig auftreten (Zone 2), erfordern dagegen die Ex-Schutzkategorie 3G. Bei explosiven Staubwolken unterscheiden die ATEX-Vorschriften der EU wiederum die Zonen 21, 22 oder 23, je nachdem ob die gefährlichen Staubverdichtungen ständig, gelegentlich oder nur kurzzeitig auftreten. Für nahezu alle definierten Gefahrenzonen kann Linde eine breite Palette an Fahrzeugen, mit Elektro- oder Dieselantrieb explosionssicher ausrüsten.

 

Konstruiert nach Explosionsgruppe und Temperaturklassen

Bei der Konstruktion explosionsgeschützter Lagertechnikfahrzeuge wenden Linde-Ingenieure Technologien an, die jeweils für definierte Explosionsgruppen und Temperaturklassen ausgelegt sind. Abhängig davon, wie sensibel ein explosionsfähiger Stoff ist, wird er in eine bestimmte Explosionsgruppe eingeteilt. Stoffe in höheren Explosionsgruppen, also etwa Wasserstoff oder Acetylengas, erfordern jeweils aufwendigere Schutzmaßnahmen an den Fahrzeugen. Die Stoffe werden außerdem auch nach dem Temperaturwert eingeteilt, ab dem sie als Gas oder Nebel explosionsgefährlich werden. Entsprechend werden unterschiedliche Bauteile der Stapler und Hubwagen gekühlt.

Mehr erfahren Sie unter https://www.linde-mh.de/de/Produkte/Explosionsgeschuetzte-Stapler/