EUROGUSS 2018 - LK Metall zeigt kompakte Anlagen zur Industrieabwasseraufbereitung!

12.01.2018

Der Trend in der Industriewasseraufbereitung geht einerseits zu immer kleineren, kompakteren und flexibleren Anlagen. Andererseits erwarten Abnehmer zunehmend individuell zugeschnittene All-in-one-Lösungen wie etwa die Aufbereitung des kompletten Abwassers mittels Betreibermodell

Das Unternehmen LK Metall kann beide Trends bedienen. Es präsentiert sich auf der EUROGUSS 2018 in Nürnberg und stellt unter anderem die Kompaktanlage „Aquafil“ und den Edelstahl-Leichtflüssigkeitsabscheider „System H“ vom 16. bis 18. Januar in Halle 6 am Stand 133 aus.

Ob Plug & Play-Lösung oder Sonderfall: „Unser Vorteil liegt darin, dass die LK Metall-Ingenieure für jede Abwassermenge und -art die für den Kunden beste Lösung herausfinden. Das Team der Wasseraufbereitung ist in der Lage, jede Anlage individuell passgenau maßschneidern zu können“, unterstreicht Franz Nutz. Der Wasseraufbereitungsspezialist und Abteilungsleiter bei LK Metall ergänzt: „Besonders aus Deutschland, aber auch international ist eine wachsende Nachfrage nach kleineren und flexibleren Anlagen zu beobachten.“

Anlage punktet mit Kompaktheit und Beweglichkeit
Die komplette LK Aquafil-Kompaktanlage zur Prozesswasseraufbereitung, mit weniger als zwei Metern Höhe und den Abmessungen einer Europalette, lässt sich einfach mittels Hubwagen transportieren und daher leicht in bereits bestehende Produktionsstätten einbauen. Hinter dem automatisierten Betriebs- und Reinigungsablauf stecken ein integrierter Ölabscheider und eine Membranfiltration. Je nach Aufgabenstellung lässt sich diese mit Mikro- oder Ultrafiltrationsmembranen ausstatten. Hinzu kommen Pumpe und SPS-Steuerung: fertig ist die anschlussfertig gelieferte Plug & Play-Lösung, die 50 bis maximal 100 Liter Prozesswasser pro Stunde aufbereitet. Unter geeigneten Voraussetzungen ist das gereinigte Wasser kreislauffähig oder kann in das öffentliche Kanalnetz eingeleitet werden.

Preiswerte Trennung von Öl und Wasser
Eine lange Lebensdauer garantiert ebenfalls der Ölabscheider LK System H. Ohne bewegliche Teile trennt der Leichtflüssigkeitsabscheider aus Edelstahl mit hoher Sicherheit nicht mischbare Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte. Zum Hintergrund: Öle, Leichtflüssigkeiten und Schwerflüssigkeiten stellen ein enormes Gefährdungspotential für Wasser dar. Andererseits bieten sie aber aufgrund ihrer spezifischen physikalischen Eigenschaften den Vorteil, dass sie sich im Gegensatz zu anderen Stoffen mit mechanischen Trennsystemen von Wasser separieren lassen. Die LK System H Abscheider nutzen die Dichteunterschiede, um die schädlichen Stoffe auf physikalischem Weg vom Wasser zu trennen. Zudem sind die Systeme auch als Koaleszensabscheider erhältlich. „Viele weitere Features wie vorgeschaltete Schlammfänge, nachgeschaltete Pumpensümpfe oder weiterführende Filtrationen sind ebenfalls machbar. So werden die Abscheider auch häufig in größere Anlagenkonzepte integriert“, berichtet Anlagen-Experte Franz Nutz. Diese Alleskönner der Öl-Wasser-Trennung lassen sich von der Automobil- bis zur Druckgussindustrie sinnvoll einsetzen.

Bei der Fertigung von hochwertigen Gussteilen für die Automobilindustrie fällt Abwasser, in Form von Trennmittel aus dem Gießereiprozess sowie Kühlschmierstoffe aus der mechanischen Fertigung an. LK Metall bereitet seit mehr als einem Jahrzehnt für einen namhaften Automobilzulieferer im Bereich Aluminium-Gusstechnologie bei der Produktion anfallendes Abwasser über eine Membrananlage auf.

Das Team von LK Metall übernahm zum Projektstart nicht nur die Planung und Umsetzung der Wasseraufbereitungslage, sondern auch dessen Betrieb in Rahmen eines Betreibermodells. Vorteil: Der Automobilzulieferer kann sich auf sein Kerngeschäft, das Herstellen und Verarbeiten hochwertiger Bauteile aus Aluminium und Magnesium für den Automotiv Sektor konzentrieren.

Die anfallende Abwassermenge liegt bei rund 40 Tonnen pro Tag und wird zum größten Teil bei Einhaltung der Grenzwerte in die Kanalisation eingeleitet. Monatlich werden also rund 1000m³ an Flüssigkeiten aufbereitet. Die bei der Aufbereitung entstehende Abfall- und Entsorgungsmenge liegt unterhalb der gesetzlich geforderten 5-Prozent-Schwelle. Mehrmals im Jahr ziehen die Überwachungsbehörde und die Mitarbeiter von LK Metall Wasserproben, um diese auf die Einhaltung der Grenzwerte zu analysieren.

„Der Einsatz von ausgeklügelten Anlagenkomponenten, Steuerungs- und Fernwirktechnik ermöglicht es, die Anlage ohne Personaleinsatz sechs Tage und 24 Stunden pro Tag im Betrieb zu haben – also quasi rund um die Uhr. Lediglich an zwei Vormittagen in der Woche sind Mitarbeiter von LK Metall für rund vier bis fünf Stunden vor Ort. In diesem Zeitfenster lassen sich alle Prüf,- Wartungs-, Instandhaltungs- und Servicetätigkeiten erledigen“, erläutert Franz Nutz.

Aufgrund der langjährigen Win-Win-Situation für alle Beteiligten ist für 2019 eine Erweiterung der Wasseraufbereitung mit Wasserkreislaufführung in die Fertigungsprozesse geplant. So sollen Ressourcen geschont und darüber hinaus Kosten bei der Herstellung von Gussteilen und der Entsorgung gesenkt werden.

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