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Grüne Logistik Lkw fahren mit Schnittgras über die Alpen

| Redakteur: Robert Weber

Der österreichische Automobilzulieferer Magna Steyr setzt in Zukunft auf nachhaltige Transporte und Logistikstrukturen. Der Konzern will 20 bis 30 Diesel-Lkw durch Econic-Sattelzugmaschinen von Daimler ersetzen.

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Grün in die Zukunft: Bei Magna Steyr soll der Diesel-Lkw der Vergangenheit angehören. Bild: Daimler
Grün in die Zukunft: Bei Magna Steyr soll der Diesel-Lkw der Vergangenheit angehören. Bild: Daimler
( Archiv: Vogel Business Media )

Die neuen Zugmaschinen vom Typ Mercedes-Benz Econic fahren mit Bio- oder Erdgas, heißt es in einer Pressemitteilung des schwäbischen Lkw-Bauers. Magna nutzt die Lkw auch deshalb, weil diese ohne technische Veränderungen mit Biogas (Methan) aus Bioabfällen fahren. Zum Einsatz könnte beispielsweise Schnittgras aus Österreich kommen. Dieses wird bis dato nicht genutzt. Hintergrund der Öko-Entscheidung von Magna ist ein Forschungsprojekt der TU Wien.

Ingenieursleistung in Daimlers Lkw-Werk Wörth

Der Autozulieferer muss aber trotz grüner Logistik nicht auf Leistung verzichten. Der Erdgasmotor M 906 LAG leistet aus 6,9 Liter Hubraum 205 kW (279 PS). Die Emissionen des Econic mit Erdgasantrieb enthalten keine Feinstäube und Partikel. Hinzu kommt die Geräuscharmut des Gasantriebs.

Der Geräuschpegel eines Ottomotors liegt üblicherweise bei 77 dBA, der eines Dieselmotors bei 85 bis 97 dBA. Die Geräuschemissionen des Mercedes-Benz Econic mit Erdgasmotor lagen bei 77 dBA. Durch weitere geräuschdämmende Maßnahmen ist es den Ingenieuren im Daimler-Werk Wörth gelungen, eine weitere signifikante Absenkung auf 72 dBA zu erzielen. Auf der logarithmisch aufgebauten Dezibelskala bedeutet eine Absenkung von 5 dBA eine Halbierung der Geräuschemissionen, schreibt Daimler.

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