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Automobillogistik Logistik der Zulieferer muss noch schlanker werden

| Redakteur: Robert Weber

Der Druck auf die mittelständischen Automobilzulieferer steigt wieder. Kooperationen unter den Autobauern (BMW und Toyota, Peugeot und GM) vergrößern die Nachfragemacht. Die OEM drücken die Preise. Die schlanke Produktion reicht dann nicht mehr aus, meinen Branchenexperten.

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Unternehmensberater prophezeien: Die OEM erhöhen den Druck auf die Zulieferer.
Unternehmensberater prophezeien: Die OEM erhöhen den Druck auf die Zulieferer.
(Bild: Der Flotograf unter Creative Commons-Lizenz, wikipedia.de)

Die Einnahmen der Zulieferer schmelzen in den nächsten Jahren pro Modellzyklus um 20 bis 30 %, ist die Unternehmenberatungs Lischke Consulting aus Hamburg überzeugt. Die mittelständischen Zulieferer müssen darauf mit Kostenreduzierungen reagieren, erklären die Berater. „Die gesamte Zulieferkette steht vor einer erheblichen Belastungsprobe. Der Branchen wird nichts anderes übrig bleiben, als erneut zum Rotstift zu greifen“, prophezeit Alexander Woelke, Automobilexperte bei der Unternehmensberatung.

Einsparungen von bis zu 25 %

Stand in der Vergangenheit die Produktion im Mittelpunkt der Lean-Philosophen, sollten die Unternehmen sich nun an die indirekten Bereiche – von der Entwicklungsabteilung bis hin zu Einkauf und Logistik – wagen, heißt es in den Empfehlungen der Berater.

„Unsere Erfahrungen bei zahlreichen mittelständischen deutschen Lieferanten zeigen, dass sich Kosteneinsparungen von 22 bis 25 % in den administrativen Abteilungen realisieren lassen“, präzisiert Woelke. Lange Durchlaufzeiten, Doppelarbeiten und hohe Arbeitsvorräte gehörten bei vielen Unternehmen noch zum Alltag, heißt es weiter. Vor allem an den Schnittstellen der Abteilungen gäbe es Defizite.

Schlanke Produktion und schlanke Logistik nicht verwechseln

Die Zulieferer tun sich allerdings schwer, Lean Management in den indirekten Bereichen durchzusetzen, sind die Berater überzeugt. „Die Methoden aus der Produktion lassen sich nicht eins zu eins übertragen“, mahnt Woelke und ermutigt die Verantwortlichen, die Mitarbeiter auf dem Weg des Wandels mitzunehmen.

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