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Distribution Logistik im Fadenkreuz – Lkw-Sniper gefasst

| Redakteur: Robert Weber

Aufatmen in der Logistikwelt. Seit 2008 ermittelte die Polizei und das Bundeskriminalamt in über 700 Fällen, bei denen Schüsse auf Lkw abgegeben wurden. Der Täter glich einem Phantom. Jetzt scheint er gefasst worden zu sein.

(Bild: BKA)

Die Radiosender SWR-Info und der Bayerische Rundfunk berichten, dass der Tatverdächtige selber Lkw-Fahrer sei. Nach Informationen der Sender hat der Mann die Taten bereits gestanden und die Ermittler zu einem Waffenlager geführt. Ermittelt wurde der Täter nach Informationen der Sender durch eine Datenerhebung des BKA an Autobahnen. Getarnte Kennzeichenlesegeräte sammelten die Informationen und glichen nach Anschlägen die Daten ab.

Seit Mitte 2008 wurde auf deutschen Autobahnen immer wieder auf Autotransporter geschossen. Bisher sind über 700 Taten bekannt, bei denen Schusswaffen mit unterschiedlichen Kalibern verwendet wurden, heißt es beim Bundeskriminalamt. Betroffen sind vor allem die Autobahn 61 zwischen Kerpen und Walldorf, die A 6 zwischen Walldorf und Nürnberg, die A 5 zwischen Karlsruhe und Kirchheim, die A 4 zwischen Aachen und Köln und die A 3 zwischen Köln und Nürnberg.

100.000 Euro Belohnung

Die Schussabgabe erfolgte in der Regel aus einem fahrenden Fahrzeug, sowohl in als auch entgegengesetzt der Fahrtrichtung. In einigen Fällen konnte festgestellt werden, dass die Schussabgabe aus erhöhter Position erfolgt sein dürfte, so die Ermittler. Die Ermittler lobten eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro aus.

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