Logistikplanung

Logistik-IT – Enabler für das grüne Gewissen

18.11.2010 | Autor / Redakteur: Wolfgang Albrecht / Bernd Maienschein

Die Einbindung ökologischer Sichtweisen in die Intralogistik durch „Green through IT“ muss nicht zwingend die Effizienz oder die Kostenstrukturen belasten.
Die Einbindung ökologischer Sichtweisen in die Intralogistik durch „Green through IT“ muss nicht zwingend die Effizienz oder die Kostenstrukturen belasten.

Vom Lager über die Transportplanung bis hin zur Gestaltung globaler Supply Chains — intelligente IT-Systeme bilden die Grundlage für Nachhaltigkeit und grüne Logistik. Ökologische Prinzipien belasten dabei aber nicht automatisch die Effizienz und den Geldbeutel.

Green IT – grüne Informationstechnologie. Ein nettes Attribut. Doch wann ist Software grün? Firma Mustermann betreibt ihr Rechenzentrum ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien und berechnet mit Software die Einspeisevergütung für ihre Photovoltaik-Anlage. Ist das Green IT? Das Unternehmen Beispielsweise arbeitet ausschließlich mit umweltschonend produzierten Servern, Displays und Notebooks. Ist das Green IT?

Ökologie zeigt neue Optimierungsmöglichkeiten

Kein Zweifel, das inzwischen inflationär verwendete „green“ ist vielschichtig – und es wird unscharf verwendet. Zugleich zeigt die Popularität des Attributes „green“ aber auch, dass es – etwa in der Intralogistik – weitere Optimierungsdimensionen gibt. Dabei muss die Einbindung ökologischer Sichtweisen nicht notwendigerweise die Effizienz und die Kostenstrukturen belasten.

Doch zunächst zur Begriffsbestimmung. Green IT bezieht sich vornehmlich auf energieeffiziente Hardware und deren intelligente Nutzung. Kurz gesagt: Computer und Peripheriegeräte, die durch neue Technologien und optimierte Konfiguration helfen, den Stromverbrauch zu senken.

IT soll beim Sparen von Energie und Ressourcen helfen

Für Lösungen, die die Logistik betreffen, scheint es daher sinnvoller, die Formulierung „Green through IT“, grün durch IT, zu verwenden. IT-Lösungen also, die Unternehmen in die Lage versetzen, Energie und Ressourcen durch optimierten Einsatz in den Prozessbereichen einzusparen. Die ökonomischen und ökologischen Potenziale finden sich insbesondere dort, wo Anlagen, Antriebe und Aggregate kontinuierlich, aber mit wechselnder Belastung laufen.

Als ganzheitliches Konzept reicht „Green through IT“ jedoch deutlich über die Unternehmensgrenzen hinaus: von den innerbetrieblichen Optimierungseffekten über standort- und unternehmensübergreifende Optionen bis hin zur Gestaltung und Planung von (globalen) Supply Chains – ureigenste Aufgaben der IT überhaupt.

Intelligente Softwaresysteme ermöglichen Nachhaltigkeit

Mit Unterstützung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien, so die aktuelle Studie „Smart 2020“ der unabhängigen Non-Profit-Organisation The Climate Group, könnten bis 2020 weltweit rund 15% aller CO2-Emissionen und 600 Mrd. Euro Energiekosten eingespart werden. Der Branchenverband Bitkom verweist auf die Sekundäreffekte, dass sich mit intelligenter IT fünfmal so viel Kohlendioxid einsparen ließe, als die IT-Branche durch den eigenen Energiebedarf selbst erzeugt.

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