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Infrastruktur Logistik könnte Griechenland retten

Redakteur: Robert Weber

Sparbemühungen hin oder her: Um die Staatsfinanzen in Athen wieder in den Griff zu bekommen, muss auch die griechische Wirtschaft wachsen. Die Hellenen bieten mehr als Olivenöl und weiße Strände. Die Transport- und Logistikbranche könnte den klammen Europäern helfen, meint die Financial Times Deutschland.

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Wachstumsmotor Hafen: Priäus gilt als Tor zur Welt für die griechische Wirtschaft. Bild: Port of Piraeus
Wachstumsmotor Hafen: Priäus gilt als Tor zur Welt für die griechische Wirtschaft. Bild: Port of Piraeus
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Financial Times Deutschland rechnet mit einem enormen Potenzial im Transportgewerbe der Griechen und schließt darin auch Pipelines ein. Die Griechen müssten ihren Standortvorteil zwischen dem Balkan und dem Nahen Osten richtig ausnutzen, um sich als logistische Drehscheibe zu etablieren. „Mit Ausbau und Privatisierung der Häfen ließe sich vermutlich auf Dauer viel verdienen“, zitiert die Zeitung Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. Er prognostiziert: „Piräus könnte ein noch besserer Umschlagplatz werden auf dem Weg vom Sueskanal und vom Schwarzen Meer zum größten Markt der Welt, der EU.“

Seefahrernation Griechenland

Das Meer könnte der Schlüssel für mehr Wachstum sein, denn die Griechen verfügen nicht nur über einen geographischen Vorteil, sondern sind auch eine Seefahrernation. Die Wirtschaftszeitung rechnet mit einem Wachstum der Schifffahrt von 3 bis 4%. Davon sollen die Südeuropäer profitieren. Griechische Reeder besitzen nach Informationen des Blatts 3091 Schiffe mit einer Bruttoraumzahl (ehemals Bruttoregistertonne) von 112,5 Mio.

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