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Logistik-Software Logistik-Monitor behält Projektladung von Windenergieanlagen im Blick

Gemeinsam mit zwei Projektpartnern aus Bremerhaven entwickelt das Bremer Software- und Beratungshaus HEC das IT-Tool „Logistics Monitoring“ (Lomo) für die komplexe, grenzüberschreitende Transportlogistik im Projektladegeschäft beim Bau von Windenergieanlagen (WEA). Lomo arbeitet mit GPS, RFID und einer speziell entwickelten Software.

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(Bild: HEC)

Mit Lomo können Windenergieanlangen- und Komponentenhersteller künftig die gesamte Logistikkette in Echtzeit am Bildschirm verfolgen. Entwickler des komplexen Anwendungssystems sind das Bremer Software- und Beratungshaus HEC sowie die Bremerhavener Unternehmen LSA Logistik Service Agentur und die Interface-Group. Mittels GPS-Komponenten sowie ergänzender Sensorik zur Temperatur- und Erschütterungserfassung ist dank der Software jederzeit ersichtlich, wo sich im logistischen Prozess welches Bauteil in welchem Zustand befindet. Aktivitäten wie etwa Zollabfertigungen und benötigte Transportmaterialen zeigt die aktuell im Testbetrieb eingesetzte Software detailliert an. Per Karten- und Gantt-Darstellung (Balkendiagramm) haben Nutzer grafisch die Position aller Elemente während des gesamten Transportweges im Blick.

Transparente Prozesse von der Produktion bis zur Auslieferung

Bauteillisten lassen sich per Importfunktion hochladen und im System nutzen. Anfang 2012 startete die Entwicklung des vom Land Bremen über die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung geförderten Projektes. Erweiterungen der Lösung aufgrund bislang gewonnener positiver Testerkenntnisse sind bereits geplant.

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Im Förderprojekt Lomo gehen das Team-Neusta-Unternehmen HEC, die LSA und die Interface-Group gemeinsame Wege. Mit der Softwareentwicklung steuerte die HEC das tragende Gerüst bei, die LSA lieferte wertvolles Know-how aus der Logistik. „Ohne Teamarbeit geht es nicht, will man bei komplexen Aufgaben alle vorhandenen Anforderungen optimal lösen. So auch in diesem Fall. Das Ziel, WEA-Unternehmen mit einem leistungsstarken IT-Tool zu unterstützen, hat mit Lomo einen wichtigen Schritt genommen“, so HEC-Projektleiter Heiko Müller. Von der Teileproduktion bis zur Auslieferung aller Materialien an die Baustelle sind mit Lomo die Prozesse transparent nachzuverfolgen.

Bewegung der Bauteile grenzübergreifend im Blick behalten

Als Entwicklungsbasis kam die Eclipse-Rich-Client-Platform (RCP) zum Einsatz. Zusammen mit der ebenfalls eingesetzten Eclipse-Rich-Ajax-Platform (RAP) entstand eine Software, die als Desktop-Lösung sowie als Web-Anwendung nutzbar ist. Somit gestaltet sich das System geräteunabhängig und kann am Office-PC ebenso genutzt werden wie auf dem I-Pad als Web-Anwendung.

Lomo-Nutzer behalten die Bewegung aller erforderlichen WEA-Bauteile auch über Grenzen hinweg im Blick. Sämtliche Schrauben, Rotorblätter, Turmelemente oder Gondeln werden für den individuell planbaren Transport erfasst. Selbst das zum Stückgut passende und mitzuliefernde Ladegeschirr ist

per Mausklick für den Planer ersichtlich.

Zielgruppe Projekt- und Logistikmanager

Jede Bewegung der Materialen wird als Route angezeigt, die wiederum als sogenannter Transport zusammengefasst und in einer Karte dargestellt werden. Kommt es etwa wegen Staus zu Routenänderungen, lassen sich Alternativen festlegen und so Zeitpläne dennoch einhalten. Dank digital in Echtzeit auswertbaren Sensoren an beliebigen Bauteilen kann sofort der Zustand erkannt werden.

Als künftige Nutzer stehen Projekt- und Logistikmanager ebenso im Fokus wie Projektierer, Hersteller-Installationsteams oder Drittanbieter. Vor allem die klare Darstellung und Vielseitigkeit der Lösung bringen die ersehnte Erleichterung, wie es heißt. Mittels Statistiken können nicht zuletzt Optimierungen für künftige WEA-Projekte erzielt werden, so der Hersteller.

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