DB Schenker

Logistikbereich wächst überproportional

03.06.2009 | Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Bernd Maienschein

Karl Nutzinger, Vorstand der Schenker AG für Landverkehr: „Die Kundenanforderungen sind heute sehr stark darauf ausgerichtet, reduzierte Volumina genauso effizient, wenn nicht sogar effizienter abzufertigen wie in der Vergangenheit.“Bild: Maienschein
Karl Nutzinger, Vorstand der Schenker AG für Landverkehr: „Die Kundenanforderungen sind heute sehr stark darauf ausgerichtet, reduzierte Volumina genauso effizient, wenn nicht sogar effizienter abzufertigen wie in der Vergangenheit.“Bild: Maienschein

Für DB Schenker mit den Geschäftsfeldern Rail und Logistics war 2008 ein erfolgreiches Jahr. Die Geschäftseinheit Landtransport ist mit 720 Geschäftsstellen in 36 Ländern die Nr. 1 im europäischen Landverkehr. Wir sprachen mit Karl Nutzinger, im Vorstand der Schenker AG verantwortlich für den Landverkehr und das Europageschäft, über Kundenanforderungen in schwierigen Zeiten.

Herr Nutzinger, Wirtschaftsminister zu Guttenberg plädiert für Hilfen zur Entlastung von der Lkw-Maut. Sie stehen als Nr. 1 im europäischen Landverkehr natürlich hinter dieser Forderung?

Nutzinger: Es wäre auf jeden Fall gut, den deutschen und indirekt auch den europäischen Lkw-Markt, die Spediteure, die Fuhrunternehmer zu entlasten, nachdem in den letzten Jahren eine Reihe von kostentreibenden Maßnahmen entschieden worden ist. Die Mauterhöhung ist ja nun deutlich höher ausgefallen, als ursprünglich vom Ministerium errechnet. Ich fände es sehr vernünftig, das wäre auch eine Art von Subvention. Wobei Subvention hier ja keine Entlastung von einer gegebenen Kostenstruktur bedeutet, sondern eine Reduzierung einer geplanten zusätzlichen Steuerbelastung.

Das sage ich jetzt als Lkw-Spediteur, als Landverkehrs-Verantwortlicher und als Mitglied des Division Boards von DB Schenker. Wenn Sie dagegen die grünen Aspekte berücksichtigen, also nur die Umweltaspekte betrachten, dann macht es natürlich Sinn, den Straßengüterverkehr im Verhältnis zur Schiene zu verteuern. Es kommt also immer darauf an, welche Warte Sie gerade einnehmen. Aber in Summe hielte ich es in der momentanen Situation für gerechtfertigt.

Wie sind Sie mit Ihrem dreistufigen Hub-System in Deutschland zufrieden? Werden die Regellaufzeiten, die Sie mit „durchschnittlich 24 Stunden“ angeben, tatsächlich eingehalten?

Nutzinger: Wir sind mit dieser Systematik sehr zufrieden. Ich war ja schon einmal bei Schenker und auch an der Konzeption des dreistufigen Hub-Systems beteiligt, insofern bin ich „Mittäter“. Jawohl, die Laufzeiten können durch die Regional-Hubs ganz präzise eingehalten werden. Ich sage sogar: Gäbe es die Regional-Hubs nicht, gäbe es auch keine so hohe Laufzeittreue.

Wie macht sich der Einsatz moderner Telematik-Systeme bei DB Schenker bemerkbar? Gibt es andere Neuerungen in der Fahrzeugtechnik, die DB Schenker und damit auch den Kunden einen Wettbewerbsvorteil bescheren?

Nutzinger: Also ich denke, es gibt wenig, was nicht schon einmal irgendwo in der Zeitung geschrieben stand. Ein Thema ist, dass Schenker Deutschland über 4000 Wechselbrücken mit RFID ausgerüstet hat. Ansonsten arbeiten wir natürlich an diversen Konzepten, ich möchte aber nicht frühzeitig den Wettbewerb darauf aufmerksam machen...

Nachdem sich das Umweltmanagement immer mehr zu einem Entscheidungskriterium auf Kundenseite entwickelt: Welche Rolle spielt der Imagefaktor „Ökologie“ für DB Schenker?

 

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