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Logistik 4.0 Logistikbranche erkennt die Potenziale von Blockchain

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Blockchain bleibt ein wichtiges digitales Trendthema 2018 – das hat eine Studie des Digitalverbandes Bitkom nun bestätigt. Seit der Hype um Blockchain so groß ist, entdecken immer mehr Branchen das Potenzial der Technologie für sich, auch die Logistik.

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Blockchain könnte auch für die Logistikbranche in Zukunft interessant sein.
Blockchain könnte auch für die Logistikbranche in Zukunft interessant sein.
(Bild: Pexels / CC0 )

Dass Blockchain in vielen Bereichen bereits etabliert ist und enorme Vorteile bringen kann, ist kein Geheimnis. Jetzt will auch die Logistikbranche von dem Potenzial der Trendtechnologie profitieren: In einem Trendreport haben die DHL und der globale Technologieberater Accenture das Potenzial von Blockchain zur Verbesserung der Transparenz und Nachverfolgbarkeit in Lieferketten und automatisierten Prozessen untersucht.

Der Bericht zeigt einerseits, welche Möglichkeiten die Technologie für die Transformation der Logistikbranche bietet. Andererseits beinhaltet er auch erste Ergebnisse für einen von DHL und Accenture entwickelten Prototyp, der Arzneimittel vom Ursprungsort bis zum Verbraucher verfolgt und Manipulationen und Fehlern vorbeugt.

Blockchain könnte Leben retten

Die Unternehmen haben auf Basis der Blockchain-Technologie ein System für die Serialisierung mit Netzknoten in sechs Regionen entwickelt, mit dem sie Arzneimittel über die gesamte Lieferkette hinweg verfolgen können. Das Register für die Verfolgung der Medikamente kann von allen Beteiligten genutzt werden. Dazu gehören Hersteller, Lagerhäuser, Vertriebspartner, Apotheken, Krankenhäuser und Ärzte. Laborsimulationen zeigen, wie Blockchain über sieben Milliarden einmalige Seriennummern und 1.500 Transaktionen pro Sekunde bearbeiten kann.

In diesem Video des World Economic Forum erfahren Sie, welche Anwendungsfelder Blockchain-Technologie hat.

„Ein besonders interessantes Potenzial für Blockchain sehen wir bei Arzneimitteln. Deshalb haben wir den Fokus unseres Proof-of-Concept mit Accenture auf die Life Sciences und die Healthcare-Branche gelegt“, erläutert Keith Turner, CIO des Chief Development Office bei DHL Supply Chain. „Blockchain-Einträge sind unwiderlegbar. Durch die Nutzung der Technologie können wir große Fortschritte machen, Manipulationen erkennen, das Fälschungsrisiko reduzieren und tatsächlich auch Leben retten.“

Smart Contracts erleichtern kaufmännische Prozesse

Neben der Arzneimittelindustrie könnte der Einsatz von Blockchain auch für andere Logistikbereiche interessant sein – beispielsweise im Asset Management um für mehr Transparenz und eine bessere Verfolgbarkeit sorgen. Außerdem auch zur Automatisierung kaufmännischer Prozesse mit „Smart Contracts“.

Bei Smart Contracts, die auf Blockchain-Technologie basieren, handelt es sich um Computerprotokolle, die unterschiedliche Vertragsbedingungen abbilden. Diese „klugen Verträge“ werden unabhängig von dritten Parteien wie etwa Notaren geschlossen und gewährleisten dennoch eine hohe Rechtssicherheit. Smart Contracts auf Basis von Blockchain-Technologien gelten als extrem sicher.

Hier gibt's weitere Beiträge zu DHL und Accenture!

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserem Partnerportal Industry of Things und wurde von Lisa Marie Waschbusch betreut.

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