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Diebesbande Logistiker auf der falschen Seite

| Redakteur: Robert Weber

Lkw, Verladetechnik, Gabelstapler und Lagerhallen – das LKA Thüringen hat einer Diebesbande mit logistischem Knowhow das Handwerk gelegt. Die mutmaßlichen Verbrecher verursachten einen Schaden im sechsstelligen Euro-Bereich. Haftbefehle liegen vor.

Im Einsatz: Die Polizei durchsuchte mehrere Wohnungen und Lager der Diebesbande.
Im Einsatz: Die Polizei durchsuchte mehrere Wohnungen und Lager der Diebesbande.
(Bild: Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis)

Beschuldigt werden derzeit sechs deutsche Männer im Alter zwischen 28 und 51 Jahren aus dem Großraum Nordhausen. Sie sollen über viele Jahre hinweg Motorräder, Pkw, Bekleidung, Jet-Ski und Heizöl gestohlen und weiterverkauft haben. Dafür bedienten sich die Verdächtigen moderner Logistiktechnik. Die Polizei stellte mehrere Lkw zum Abtransport des Diebesguts, Gabelstapler, Förder- und Verladetechnik sicher. Dazu kamen wohl mehrere Zwischenlager, die von den Einsatzkräften durchsucht wurden. Das entwendete Heizöl war fachgerecht gelagert, auf Paletten und in Containern. Die gestohlenen Jet-Skis waren ebenfalls auf Paletten verpackt, verschweißt und für den Versand vorbereitet.

THW pumpt Heizöl ab

Die Ermittlungen konzentrierten sich auf die Region Nordthüringen und Niedersachsen. In 17 Wohnungen und Firmen liefen die Durchsuchungen. Kurios: Auf einem Hof musste das Technische Hilfswerk 13.000 l gestohlenen Treibstoff abpumpen, berichtet der „Mitteldeutsche Rundfunk“. Die Diebesbande war aber nicht nur logistikaffin, sondern hegte eine hohe kriminelle Energie. Die Männer sollen gefälschte Dokumente erstellt und Identifikationsnummern fachgerecht manipuliert haben. Die Ermittlungen dauern noch an.

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