Umweltschutz Logistiker fordern von ihren Subunternehmen mehr CO2-Effizienz

Redakteur: Stéphane Itasse

Mehr als 80% ihrer Aufträge führen die großen Logistikkonzerne mithilfe von Subunternehmen aus. Um ihre eigene Umweltbilanz auf das von ihren Kunden geforderte Niveau zu bringen, sind die großen Logistiker also darauf angewiesen, dass ihre Subunternehmer ebenfalls die strengen Vorgaben erfüllen, wie die Unternehmensberatung Steria Mummert analysiert hat.

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Welche Konsequenzen Subunternehmen aus einer anhaltenden Verweigerung von mehr CO2-Effizienz erwachsen, diskutieren Experten der Unternehmensberatung mit zahlreichen Fachleuten am 11. Mai auf der Fachmesse Transport Logistic 2011 in München.

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Logistik-Subunternehmen müssen CO2-Emissionen senken

„Die Subunternehmen sollten sich in Sachen CO2-Emissionen keinen Illusionen hingeben. Bevor ihr Auftraggeber wegen schlechter Umweltbilanzen einen Kunden verliert, wird er sich lieber von seinem bisherigen Logistikpartner trennen“, sagt Michael Kunkel, Senior Manager beim Beratungsunternehmen. Dabei würden sich die wenigsten Logistikkonzerne mit einem Lippenbekenntnis zufriedengeben. Vielmehr gehe es darum, dass der Subunternehmer seine CO2-Bilanz für alle am Transportprozess Beteiligten nachvollziehbar darstellen kann.

Eine wichtige Voraussetzung für diese Nachvollziehbarkeit ist ein einheitlicher Branchenstandard, der die Emissionsbilanzen der Logistikfirmen vergleichbar macht, heißt es. Daher entwickeln die Berater und der Lehrstuhl für Logistikmanagement der Universität St. Gallen zusammen mit Unternehmen der Logistikdienstleistungs-Branche mit Green-Cart eine neutrale Plattform für die einheitliche CO2-Erfassung, -Berechnung, -Analyse und -Bilanzierung. „Das Interesse der Branche an einer Vereinheitlichung und damit eben Vergleichbarkeit der CO2-Bilanzen ist sehr groß“, sagt Kunkel, der die Green-Cart-Initiative ausführlich auf der Transport Logistic 2011 vorstellen will.

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Neue Norm soll CO2-Emissionen einheitlich erfassen

In diesem Zusammenhang wird Kunkel auch detailliert auf die für Ende 2012 geplante europäische Norm zur „Bestimmung von Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit Transportdienstleistungen“ (DIN EN 16258) eingehen. Diese soll Transportunternehmen und Logistiker erstmals in die Lage versetzen, CO2 mit einem europaweit standardisierten Verfahren über alle Verkehrsträger hinweg zu berechnen und zu deklarieren. Die Norm legt neben einheitlichen Emissionsfaktoren auch fest, in welcher Form individuelle Verbrauchswerte der eigenen Flotte genutzt werden können.

Bei einer Deklaration für Transportdienstleistungen – beispielsweise von Subunternehmern – verweist die Norm zudem auf Quellen mit Standardwerten, wie aus einem jüngst erschienenen Entwurf hervorgeht. „Mithilfe der Norm wie auch der Green-Cart-Initiative ist es künftig möglich, transparente, verlässliche und zusätzlich über die Skaleneffekte auch bezahlbare CO2-Bilanzen zu erstellen“, meint Kunkel.

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