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Supply Chain Management Logistiker können sich gegen Aschewolken versichern

| Redakteur: Robert Weber

Grímsvötn und Eyjafjallajökull sind die Vulkane des Schreckens für die europäischen Logistiker. Lieferverzögerungen, Produktionsausfälle und Millionen Euro Einbußen zogen die Lava spuckenden Berge nach sich. Jetzt gibt es eine Versicherung für die Supply Chain, die auch bei Aschewolken zahlt.

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72% der Unternehmen berichten über Störungen in der Lieferkette. Bild: Axxom
72% der Unternehmen berichten über Störungen in der Lieferkette. Bild: Axxom
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf Versicherungsdeutsch heißt die neue Police „Versicherungslösung für Ertragsausfälle mit Allgefahren-Deckung“. Aufgelegt hat die Supply Chain Insurance die Zurich Versicherung Deutschland. Im Vordergrund der Versicherung steht der Allgefahren-Ansatz, heißt es bei dem Versicherer. Das bedeutet: Jedes Risiko, ob Erdbeben, Aschewolke oder Truckerstreik, ist versichert, sofern es nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurden.

Risiko in der Wertschöpfungskette analysieren

Im Vorfeld des Vertragsabschlusses analysiert die Zurich gemeinsam mit dem Unternehmen die Lieferkettenrisiken. „Nur wenige Unternehmen sind ihre finanziellen Risiken im Fall einer Lieferkettenunterbrechung tatsächlich bekannt“, erklärt Christoph Willi, Zurich-Vorstand für den Bereich Global Corporate Germany.

Schäden von mehr als 10 Mio. Dollar

Die jüngsten Ereignissen geben dem Versicherer recht. Eine Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass 72% der befragten Unternehmen im Verlauf der letzten zwölf Monate mindestens eine Störung in der Lieferkette hatten. 20% dieser Störungen erstreckten sich über einen Zeitraum von mehr als neun Monaten.

In rund sechs von zehn Fällen wurde der finanzielle Schaden durch Lieferkettenunterbrechungen auf mehr als 10 Mio. Dollar geschätzt, heißt es in der Befragung, die die Zurich mit dem Business Continuity Institute durchgeführt hat.

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