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Industrie 4.0 Logistiker leisten Pionierarbeit aber Fachkräfte fehlen

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Die Logistik-Branche hat sich beim Thema Industrie 4.0 eine Spitzenposition in Deutschland erarbeitet. Speziell in der Intralogistik bilden digitale Transportketten häufig schon heute Prozesse nach der Vision einer „Smart Factory“ ab. Ein schneller Know-how-Transfer in die produzierende Industrie scheitert einer Studie zufolge aber an fehlendem Personal.

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Für der „Industrie-4.0-Studie“ von CSC wurden unter anderem 500 Unternehmensentscheider in Deutschland befragt.
Für der „Industrie-4.0-Studie“ von CSC wurden unter anderem 500 Unternehmensentscheider in Deutschland befragt.
(Bild: CSC)

Nur knapp jedes dritte Unternehmen in Deutschland verfügt über ausreichend Fachkräfte, die sowohl IT-Wissen als auch Kenntnisse aus den Bereichen Logistik und Fertigung mitbringen, um im Bereich Industrie 4.0 tätig zu sein. Das ist das Ergebnis der „Industrie-4.0-Studie“ von CSC. Dazu wurden 500 Unternehmensentscheider in Deutschland befragt. „Die Logistik sollte als Know-how-Treiber für Industrie-4.0-Projekte in der Fertigungsindustrie eine Schlüsselrolle spielen“, sagt Claus Schünemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von CSC in Deutschland. „Anschaulich werden die Pionierleistungen der Transportexperten nicht nur in den Distributionszentren von Unternehmen, sondern beispielsweise auch beim Containerumschlag der großen Überseehäfen oder im Schienengüterverkehr. Hier haben einige Betriebe bereits den vollständigen Digitalisierungsgrad erreicht.“

Nur knapp jedes dritte Unternehmen in Deutschland verfügt über ausreichend Fachkräfte, die sowohl IT-Wissen als auch Kenntnisse aus den Bereichen Logistik und Fertigung mitbringen, um im Bereich „Industrie 4.0“ tätig zu sein.
Nur knapp jedes dritte Unternehmen in Deutschland verfügt über ausreichend Fachkräfte, die sowohl IT-Wissen als auch Kenntnisse aus den Bereichen Logistik und Fertigung mitbringen, um im Bereich „Industrie 4.0“ tätig zu sein.
(Bild: CSC)

Praxiserfahrungen nutzbar machen

Ein Praxisbeispiel dafür ist das Unternehmen Salzgitter Flachstahl mit dem integrierten Hüttenwerk. Rund 40 Mio. t an Material transportiert das Unternehmen jedes Jahr – teilweise auf eigenem Streckennetz - über den Schienengüterverkehr. Zu diesem Zweck wurde die Betriebssteuerung der Schwestergesellschaft „VPS Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter“ umgestellt und nach der Idee einer Smart Factory voll automatisiert. Vom eingehenden Onlineauftrag, über die Transportsteuerung der rund 2000 Güterwagen, bis zur Kundenabrechnung verfügt das Hüttenwerk heute über eine voll digitalisierte Prozesskette. Manuelle Schnittstellen, wie sie in den Fertigungshallen der Industrie heute noch sehr häufig vorkommen, gehören hier der Vergangenheit an. Die konsequente Datenerfassung liefert dabei nicht nur eine elektronische Sicht auf das gesamte Betriebsgeschehen in Echtzeit, sondern es lassen sich auf Grundlage der gespeicherten Informationen auch die Kosten und Angebote exakt analysieren und kalkulieren. „Die Praxiserfahrungen der Logistik sollten für die deutsche Wirtschaft auf dem Weg zur Industrie 4.0 möglichst schnell nutzbar gemacht werden“, sagt Schünemann abschließend.

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