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Versandhandel Logistiker müssen schneller arbeiten

| Redakteur: Robert Weber

Ein Start-up-Unternehmen aus England fordert die Logistik heraus. Shutl garantiert die Zustellung von online bestellten Artikeln in 90 Minuten. In Deutschland sind Experten skeptisch.

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Neue Herausforderung? Noch ist die 90-Minuten-Zustellung nur ein Thema auf der Insel. Doch der Trend wird auch nach Deutschland kommen. Die KEP-Dienste müssen sich vorbereiten. (Bild: DPD)
Neue Herausforderung? Noch ist die 90-Minuten-Zustellung nur ein Thema auf der Insel. Doch der Trend wird auch nach Deutschland kommen. Die KEP-Dienste müssen sich vorbereiten. (Bild: DPD)

Tom Allason heißt der Mann, der für mehr Stress unter Fahrern, Zustellern und Logistiker sorgt. Das Fachmagazin „Der Handel“ berichtet über sein Versandhandelskonzept. Allason liefert im Netz bestellte Artikel innerhalb von 90 Minuten zu. Dafür schließt das Unternehmen Verträge mit lokalen Zustellern.

Geht ein Expressauftrag ein, wird ein Bote zum nächsten stationären Lade des Onlinehändlers geschickt, schreibt das Fachmagazin. Leichte Waren soll der Fahrradkurier ausliefern, schwere und unhandliche Produkte der Lkw.

Mittags gekauft und abends angezogen

Das Konzept hat in einer Projektphase in London überzeugt und soll nun landesweit ausgedehnt werden, heißt es in dem Bericht. Die Unternehmen Argos, Elektrohändler, und Aurora Fashion, Mode, sind Partner des schnelle Versands, der nach der Zustellung vom Kunden bewertet wird, um unpünktliche Logistiker auszusortieren, heißt es.

„Wir müssen den Kunden die größtmögliche Flexibilität bieten. Wenn sie nachmittags etwas einkaufen und das schon abends anziehen können, ist das ein Kauferlebnis der besonderen Art“, zitiert das Blatt Hash Ladha von Aurora Fashion.

Skepsis in Deutschland

Doch der Service ist nicht ganz preiswert. Knapp zehn Pfund extra fallen an. In Deutschland sehen Experten deshalb nur wenige Chancen für die Dienstleistung. Gerrit Heinemann, Professor an der Hochschule Niederrhein sagte dem Handel: „Deutsche Kunden wären kaum bereit, dafür einen Aufpreis zu zahlen“.

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