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Tarifgefüge Logistiker-Paradies: Mehr Lohn und weniger Arbeit

| Redakteur: Robert Weber

Im vergangen Jahr produzierte die IG Metall Schlagzeilen. MM Logistik berichtete ausführlich darüber. Die Gewerkschaft engagierte sich in der Logistikbranche und machte ihren Einfluss bei Logistikdienstleistern in der Automobilindustrie geltend. Betroffen ist auch die Rudolph Automotive Logistik GmbH. Jetzt haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf einen Tarifvertrag geeinigt.

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Der Logistikdienstleister Rudolph Automotive Logistik bewirtschaftet weltweit an die 800.000 m² Lagerfläche. Für einen Teil ihrer Logistiker muss die Gesellschaft jetzt tiefer in die Tasche greifen.
Der Logistikdienstleister Rudolph Automotive Logistik bewirtschaftet weltweit an die 800.000 m² Lagerfläche. Für einen Teil ihrer Logistiker muss die Gesellschaft jetzt tiefer in die Tasche greifen.
(Bild: Rudolph Automotive)

Der Tarifvertrag beschert den 128 Beschäftigten in den nächsten drei Jahren deutliche Lohnzuwächse (mehr zum Thema) sowie eine verkürzte Wochenarbeitszeit von 40 auf 38 Stunden. Die Einkommen steigen anhand eines Stufenplans: einmalig um 500 Euro für 2012, der Ecklohn auf 1784 Euro zum 1. Januar 2013, um 4,3 % zum 1. Juni 2013, um 3 % zum 1. März 2014 und um weitere 3 % zum 1. Januar 2015. Die Auszubildendenvergütungen sind in die neue Entgeltsystematik eingebunden und steigen ebenfalls entsprechend.

Urlaubsgeld und Sonderzahlung oben drauf

Bis 2016 reduziert das Logistikdienstleister bei vollem Lohnausgleich die Wochenarbeitszeit um jährlich eine halbe Stunde von 40 auf 38 Stunden. Außerdem können sich alle Arbeitnehmer ab 1. Januar 2013 auf 30 Tage Urlaub freuen, freut sich die Gewerkschaft. Das Urlaubsgeld wird im Rahmen eines Stufenplans weiterentwickelt. Weiterhin vereinbarten IG Metall und Rudolph eine jährliche Sonderzahlung, die der Logisitiker ergebnisabhängig erhöhen kann.

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