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Hafenlogistik Logistiker sauer auf Chinesen

Redakteur: Robert Weber

Alles hatte so wunderbar begonnen: Die Chinesen kauften sich am Containerhafen Piräus ein und die klammen Griechen durften sich über mehr als 3 Mrd. Euro für die Staatskasse freuen. Doch die Freude hielt nicht lange an. Die Hafenlogistiker sind sauer.

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Cosco engagiert sich stark in Griechenland. Doch die Chinesen sind nicht überall gerne gesehen. (Bild: Juergen Lehle, unter GNU Lizenz wikipedia.de)
Cosco engagiert sich stark in Griechenland. Doch die Chinesen sind nicht überall gerne gesehen. (Bild: Juergen Lehle, unter GNU Lizenz wikipedia.de)

250 Hafenarbeiter seien bereits entlassen oder vorzeitig pensioniert worden, berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Darüber hinaus heuerten die neuen Herren vom chinesischen Staatskonzern Cosco ungelernte Tagelöhner an, die für 40 bis 50 Euro arbeiteten, heißt es weiter.

Ein erfahrener Hafenarbeiter verdient rund 120 Euro brutto am Tag, schreibt das Magazin und beruft sich auf einen Gewerkschaftsfunktionär. „Die Chinesen betreiben Lohndumping, sonst wären sie nicht wettbewerbsfähig“, zitiert das Magazin den Gewerkschafter.

Chinesen planen Güterumschlagzentrum

Doch die Wut schreckt die Chinesen wohl nicht ab. Nach Medieninformationen wollen die Asiaten weitere Anteile an der Hafengesellschaft Piräus erwerben. Gleichzeitig planen die finanzstarken Kommunisten ein Güterumschlagzentrum vom Schiff auf die Schiene sowie eine Verpackungszentrale in unmittelbarer Nähe zum Hafen von Piräus.

Auch die Häfen von Kreta und Thessaloniki stehen auf der Wunschliste der Chinesen. In Thessaloniki wehrte sich die Bevölkerung gegen die Pläne und der Verkauf wurde gestoppt, schreibt das Hamburger Magazin.

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