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IG-Metall-Attacke Logistiker sind wie gelähmt

Redakteur: Robert Weber

Viele Logistikdienstleister fühlen sich von der IG Metall und ihrem aggressiven Vorpreschen in die Logistikwelt überrumpelt. Jetzt wollen einige direkte Gespräche mit Verdi führen. Von ihren Arbeitgeberverbänden sind sie enttäuscht.

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Es geht um viel Geld: Einige Logistikdienstleister machen sich große Sorgen um ihre Margen im Geschäft mit den Automobilbauern. (Bild: Andrea Damm/pixelio.de)
Es geht um viel Geld: Einige Logistikdienstleister machen sich große Sorgen um ihre Margen im Geschäft mit den Automobilbauern. (Bild: Andrea Damm/pixelio.de)

Zahlreichen Logistikdienstleistern und ihren Kunden (OEM) brennt an diesem Tag ein Thema unter den Nägeln. Die IG Metall drängt in die Logistikwelt und will eigene Tarifverträge abschließen (MM Logistik berichtete). Die Sorge der Dienstleister: Wo soll dann die Marge bleiben? Deshalb trafen sich einige Logistiker am Rande einer Branchen-Veranstaltung, um Erfahrungen über die IG-Metall-Strategie auszutauschen. „Die haben sich ganz bewusst die Bundesländer Sachsen, Thüringen und Brandenburg ausgeguckt, weil Verdi dort schwach aufgestellt ist“, hieß es.

Mehr Geld und Einfluss?

Man müsse jetzt mit den Betriebsräten sprechen und den direkten Kontakt zu den „Verdi-Provinzfürsten“ herstellen, so der Plan. Durch den IG-Metall-Tarif könnten Leistungen für die Automobilindustrie teurer werden, betonen die Dienstleister und auch die OEM hören da besonders genau hin.

„Die IG Metall lockt unsere Mitarbeiter mit 30% mehr auf dem Lohnzettel“, so ein Teilnehmer. Ein weiteres Argument der Metaller, so die Dienstleister: „Wenn Ihr zur IG Metall kommt, dann sitzt Ihr in den Gremien mit euren Kunden (OEM) an einem Tisch.“

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