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Dortmunder Gespräche Logistikforscher fordern mehr Geld von der Wirtschaft

Redakteur: Robert Weber

Auf den Dortmunder Gesprächen in der Westfalenmetropole standen nicht nur Forschungsprojekte im Mittelpunkt. Es wurde auch über Geld diskutiert, das die Logistikforschung gut gebrauchen könnte.

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Fordert mehr Geld für die Logistikforschung: Prof. Dr. Michael ten Hompel vom Fraunhofer-IML in Dortmund. Bild: Weber
Fordert mehr Geld für die Logistikforschung: Prof. Dr. Michael ten Hompel vom Fraunhofer-IML in Dortmund. Bild: Weber
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Chance wollte sich Prof. Dr. Michael ten Hompel, Institutsleiter vom Fraunhofer-IML in Dortmund, nicht entgehen lassen. Gleich am ersten Abend der 29. Dortmunder Gespräche richtete der umtriebige Wissenschaftler seinen eindringlichen Appell an die Wirtschaftsvertreter, Forschungs- und Bildungspolitiker sowie die Pressevertreter: „Wir müssen an den Grundfesten der Logistik arbeiten und das Fach als Wissenschaftsdisziplin etablieren“, forderte ten Hompel, der vor allem von der Wirtschaft mehr finanzielles Engagement erwartet.

Logistiker müssen mehr forschen

„In der Automobilindustrie werden 22 Mrd. Euro für die Forschung ausgegeben. Im Bereich Logistik existiert noch nicht einmal eine Statistik zu den Ausgaben“, ärgerte sich der Dortmunder Professor. Seine Forderung an die Logistikunternehmen: 1% vom Umsatz für die Forschung, ansonsten würde Deutschland in Sachen Materialfluss schnell den Anschluss verlieren. „Stapler fahren und bauen können auch die Chinesen. Wir müssen Hightechentwicklungen liefern“, verdeutlichte ten Hompel die Herausforderung.

Fracht sprechen lassen

Sein Institut will den attraktiven Logistikmarkt nicht der Konkurrenz aus Fernost überlassen. Das machten die Entwickler auf dem Kongress den 470 Teilnehmern schnell klar. Industriepartner wie die Lufthansa Cargo oder der Lebensmittelriese Rewe präsentierten Forschungsprojekte zu sich selbst steuernden Logistikobjekten oder neuen intelligenten Flugzeugcontainern. Niko Hossain, ehemaliger Fraunhofer-Forscher und jetzt bei der Lufthansa Cargo, brachte die Vision der Logistiker auf den Punkt: „Wir wollen die Fracht sprechen lassen.“

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