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Luftfracht Logistikhub Leipzig kann Frankfurt nicht ersetzen

| Redakteur: Robert Weber

Schon Anfang des Jahres überraschte Lufthansa-Luftfracht-Boss Karl Ulrich Garnadt die Öffentlichkeit. Er stellte das Luftfrachtgeschäft damals infrage. Der Manager legt jetzt noch einmal nach.

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Umladen in Frankfurt: Die Lufthansa Cargo transportiert viel Ware im Bauch der Passagiermaschinen. Für das Umladen brauchen die Logistiker den Standort Frankfurt. (Bild: Lufthansa Cargo)
Umladen in Frankfurt: Die Lufthansa Cargo transportiert viel Ware im Bauch der Passagiermaschinen. Für das Umladen brauchen die Logistiker den Standort Frankfurt. (Bild: Lufthansa Cargo)

Im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“ machte Garnadt deutlich, dass das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen „nur ein Provisorium“ sei, das „Geld kostet und nichts bringe“. Notfalls müsse sich die Lufthansa Cargo längerfristig von seiner Frachtflotte trennen, berichtet die „Märkische Zeitung“ aus dem Gespräch.

Die Auswirkungen des Nachtflugverbots: Das Unternehmen rechne für 2012 mit einem Umsatzverlust in dreistelliger Millionenhöhe und einem Minus von 40 Mio. Euro, heißt es weiter. Der Bundesverwaltungsgerichtshof wird am 4. April 2012 ein Urteil zum Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen fällen.

Frankfurt wichtig für Belly Cargo

Auch der Flughafen Leipzig kann die Kapazitäten von Frankfurt am Main nicht auffangen. Denn die Lufthansa Cargo transportiert die Hälfte ihrer Fracht in Passagiermaschinen und lädt die Container und Boxen in Frankfurt um, berichtet der „Focus“. „Logistik ist ein Netzwerk – da kann man nicht einfach ein Stück herausschneiden“, zitiert das Blatt Garnadt.

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