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Logistikzentrum Logistikimmobilienmarkt mit Rekord

| Redakteur: Robert Weber

Gute Nachrichten für Bauunternehmen, Investoren und Logistiker: Der Logistikflächenumsatz in Europa hat 2011 mit 16,3 Mio. m² ein Rekordvolumen erreicht. Mit diesem Volumen wurde das Ergebnis des Vorjahres um 12% übertroffen, der Zehn-Jahres-Durchschnitt um 59%.

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Begehrt: Logistikzentren sind gefragt. Investoren wie Goodman bauen deshalb Immobilien wie hier das VW-Logistikzentrum in Hannover. (Bild: Goodman)
Begehrt: Logistikzentren sind gefragt. Investoren wie Goodman bauen deshalb Immobilien wie hier das VW-Logistikzentrum in Hannover. (Bild: Goodman)

Gemessen am Zuwachs konnten Belgien (+121%), Frankreich (+52%) und Ungarn (+52%) am stärksten punkten, gefolgt von Polen (+28%), Italien (+26%) und den Niederlanden (+20%), heißt es bei Jones Lang Lasalle.

Großbritannien und Spanien mit Rückgängen

Den bei weitem stärksten Umsatzrückgang mussten Großbritannien und die Tschechische Republik mit jeweils –47% hinnehmen. Mit Russland (-14%) und Spanien (-5%) waren es insgesamt vier Märkte, die Einbußen zu verzeichnen hatten.

Teilweise gingen diese Entwicklungen auf das Konto eines geringen Angebots an Flächen in den gesuchtesten Lagen mit der Folge, dass nicht alle bestehenden Gesuche bedient werden konnten.

Deutschland verzeichnete die stärksten Umsatzaktivitäten (31% des europäischen Gesamtumsatzes) und übertraf 2011 erstmals die Fünf-Millionen-Quadratmeter-Marke. „Die Nutzer hierzulande zeigten sich recht unbeeindruckt von Finanz- und Staatsschuldenkrisen. Die erfreuliche konjunkturelle Entwicklung sorgte letztlich dafür, dass insgesamt noch ausreichend Neubauten durch entsprechende Finanzierungen realisiert werden konnten“, erklärt Alexandra Tornow, bei Jones Lang LaSalle Leiterin Research Industrial & Logistics EMEA.

Mieten bleiben europaweit stabil

„Es ist davon auszugehen, dass die Entwickleraktivitäten 2012 europaweit wieder nachlassen werden. Eine sich weiter abschwächende Konjunktur sowie eine restriktivere Kreditvergabe durch die Banken und ein Rückgang der Flächennachfrage verstärken die Gefahr einer sich weiter vergrößernden Angebotslücke bei modernen Immobilien. Kurzfristig werden die Mieten aber trotzdem eher stabil bleiben und nur in wenigen Logistikhubs zur Zunahme des Mietpreises führen. Dazu gehören neben Moskau mit dem Rhein-Ruhrgebiet und Hamburg auch zwei deutsche Märkte“, so Alexandra Tornow.

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