Warenversorgung Logistikkonzept für die letzte Möbelmeile

Bayer Material Science hat zusammen mit Partnern ein zukunftsweisendes System für den Waren- und Recyclingstrom des Jahres 2020 erarbeitet. Das Ergebnis sind neue Ver- und Entsorgungssysteme, die einen wichtigen Mehrwert für den Endverbraucher bedeuten, aber auch ökologische und ökonomische Vorteile bieten sollen.

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Mit der Universalbox von Bayer Material Science kann der Messebesucher logistisch in das Jahr 2020 eintauchen. (Bild: Bayer Material Science)
Mit der Universalbox von Bayer Material Science kann der Messebesucher logistisch in das Jahr 2020 eintauchen. (Bild: Bayer Material Science)

Globale Megatrends wie die Urbanisierung, Globalisierung und Individualisierung stellen neue Herausforderungen an die Logistik, vor allem unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung. Daraus ergeben sich aber auch Marktchancen für die Zukunft.

Bayer Material Science engagiert sich in der Entwicklung innovativer Materiallösungen für künftige Logistikkonzepte. Im Rahmen eines Open-Innovation-Ansatzes des Future-Bizz-Netzwerks arbeitet das Unternehmen mit den Partnern DHL, Frackenpohl-Poulheim, Hettich, Miele und Zentek zusammen.

Messebesucher taucht in das Jahr 2020 ein

Auf der Internationalen Möbelmesse imm vom 16. bis 22. Januar 2012 in Köln (Halle 4.2, Stand C-002) präsentieren die Partner ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Logistikkonzept unter dem Titel „E-Goal 2020“ mit interaktiven Stationen. Es beschäftigt sich mit neuen Abläufen im direkten Lebensumfeld von Endverbrauchern bezogen auf die letzte Meile. E-Goal 2020 steht als Abkürzung für „efficient green ordering and logistics“.

„Dahinter steht ein nachhaltiges Logistikkonzept für den Transport von Waren bei gleichzeitiger Einsparung von Raum, Wegen, Zeit und nicht zuletzt von Ressourcen“, erläutert Dr. Christopher Stillings, der bei Bayer Material Science die Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet „Zukunft der Logistik“ koordiniert.

Bayer Material Science trägt dazu mit der visionären Konzeption einer Universalbox für die ganze Prozesskette von der Bestellung von Waren über deren interne Verteilung in räumlich begrenzten Single-Haushalten bis zur Entsorgung bei. Während der Führung werden sowohl physisch erfahrbare Elemente als auch digitale und animierte Elemente eingesetzt, so dass der Besucher in das Jahr 2020 „eintauchen“ kann.

Je nach Warenklasse farbig kodierte Box

„Die Box kann ebenso für hochwertige und empfindliche Güter, zum Beispiel Lebensmittel oder Medikamente, verwendet werden wie für Bücher, Elektro- oder Sportartikel oder sogar für den Transport von Müll oder Recyclingstoffen“, so Stillings. Um die Verwendung auf bestimmte Warenklassen zu begrenzen, könnte die Box von außen farbig kodiert werden.

Die Konzeption für die E-Goal-Box sieht bei Bedarf weitere Funktionalitäten vor. So kann der Behälter zusätzlich mit einer Kühlung oder Heizung ausgestattet werden, um den Inhalt zu stabilisieren oder haltbar zu machen. Außerdem kann der Deckel abschließbar und mit RFID-Kennung gestaltet werden. Der Inhalt kann über spezielle Haltevorrichtungen fixiert werden. Für die Zukunft ist auch der Einsatz kleiner Roboter vorstellbar, die solche Boxen innerhalb von Gebäuden transportieren.

Die Nutzung bestimmt den Materialeinsatz

Die Box könnte je nach Nutzung aus verschiedenen Materialien bestehen. Dazu gehören zum Beispiel besonders robuste, leichtgewichtige, licht- und wetterbeständige Kunststoffe, die der Box die nötige Haltbarkeit bei wiederholter Nutzung verleihen. Für die Wärmeisolierung bietet sich Polyurethan-Hartschaum an. In diesem Anwendungsfeld ist es das effektivste Material, wenn es um eine sichere Versorgung des Endkunden mit Lebensmitteln ohne Unterbrechung der Kühlkette geht.

In Zukunft könnte sogar ein Nanoschaum mit noch höherer Wärmedämmfähigkeit zum Einsatz kommen. Mit Hilfe geeigneter Beschichtungen könnten die Oberflächen im Innen- oder Außenbereich leicht abwaschbar oder antimikrobiell ausgestattet werden.

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