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Infrastruktur Logistikprobleme befeuern Inflation in China

| Redakteur: Robert Weber

Europa und die USA stöhnen über zu hohe Schulden und in China boomt die Wirtschaft. Einziger Makel: Die Inflationsrate steigt kräftig. Mitverantwortlich dafür ist nach Expertenmeinung auch die Logistik im Reich der Mitte.

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Chinas Wirtschaft wächst, aber die Logistikprobleme treiben die Inflationsrate nach oben. Bild: Rainer Sturm, pixelio.de
Chinas Wirtschaft wächst, aber die Logistikprobleme treiben die Inflationsrate nach oben. Bild: Rainer Sturm, pixelio.de
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Hauptursache für das Inflationsproblem sieht Anna Ho, Fondsberaterin des Aktienfonds Nestor Fernost, im Gespräch mit dem Handelsblatt in den stark steigenden Preisen für Nahrungsmittel. Dahinter verbirgt sich aber ein logistisches Problem, so die Chinaexpertin. „Die Wurzel für die Inflation war und ist eine schlechte Logistik“, zitiert das Blatt die Fondsberaterin. Die Regierung habe zwar in Autobahnen, Häfen und Flughäfen massiv investiert, aber die Qualität der logistischen Dienstleistungen sei im Land noch schlecht, so Ho.

Die Inflation könnte man nur unter Kontrolle bringen, wenn die Lieferketten reibungslos funktionieren würden, ist sich Ho sicher.

Ölpreis und Logistik sind Preistreiber

Im Juni lag die Inflationsrate bei 6,4%. Die Kosten für Lebensmittel legten um 14,4% zu. Neben der mangelnden Qualität der Logistikdienstleistungen ist auch der hohe Ölpreis ein weiterer Inflationstreiber im Reich der Mitte. Dieses betrifft aber nicht ausschließlich China, sondern berührt alle Industrienationen.

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