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Lager Logistikprojekt unter Schweizern

| Redakteur: Robert Weber

Der Uhrenhersteller Tissot hat im schweizerischen Le Locle ein neues Logistikzentrum eröffnet. Die Technik lieferten die Eidgenossen von Stöcklin. Die neuen Lagerstrukturen müssen einem Liefervolumen von fünf bis sechs Mio. Uhren standhalten.

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Das Regalbediengerät „Boxer“ im Einsatz: Im Tissot-Lager haben die Intralogistiker von Stöcklin fünf „Boxer“ installiert.
Das Regalbediengerät „Boxer“ im Einsatz: Im Tissot-Lager haben die Intralogistiker von Stöcklin fünf „Boxer“ installiert.
(Bild: Stöcklin)

Im Neubau lagern bei einem Fassungsvermögen von 7500 m³ bis zu 12 Mio. Komponenten, Uhren und Accessoires. Betrieben wird die Anlage im Zweischichtbetrieb, jeweils 16 Stunden an fünf Tagen in der Woche.

32.000 Behälterstellplätze im automatischen Kleinteilelager

Kern der Anlage ist ein automatisches Kleinteilelager (AKL), welches mit 32.000 Behälterstellplätzen über fünf Gassen bestückt ist, die durch fünf Regalbediengeräte (RBG) aus der „Boxer“-Baureihe bedient werden. Über zwei fördertechnisch miteinander verbundene Ebenen, die jeweils mit einem Fördertechnik-Loop ausgestattet worden sind, finden sich klar definierte Funktionsbereiche.

Im Erdgeschoss sind dem AKL angegliederte Arbeitsplätze für die Komponentenkommissionierung installiert worden. Das Obergeschoss ist für die Kommissionierung von Fertigwaren bestimmt. Ergänzt wird das AKL durch eine Durchlaufregalanlage (DLR) für Schnelldreher (Uhren) sowie ein manuell bedientes Palettenregal, in dem vornehmlich Accessoires Platz finden.

Spielzeiten der Regalbediengeräte reduziert

Für die erforderliche Dynamik der RBG sorgt der standardmäßig am Mastkopf angebrachte Antipendelantrieb. Er eliminiert die Schwingungen des Mastes weitestgehend und unterstützt somit die Bewegung der Geräte in horizontaler Fahrtrichtung. Auf diese Weise lassen sich die dynamischen Werte verdoppeln und die Spielzeiten bei gleichbleibender Nutzlastmasse reduzieren, versichern die Intralogistiker.

Mit dem Einsatz der in Leichtbauweise konzipierten „Boxer“-Lösung wird dank der Kombination von Versorgungs- und Rückspeisemodulen die anfallende Bremsenergie an andere Achsen übertragen, dadurch sind enorme Energieeinsparungen möglich.

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