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Lagertechnik Logistiksysteme für die Industrie 4.0

| Redakteur: Sariana Kunze

Ist die Realisierung von Industrie 4.0 noch in weiter Ferne und vielleicht sogar utopisch? Oder lässt sich die Fabrik der Zukunft bereits heute mit aktueller Technik realisieren? MSF Vathauer Antriebstechnik und Weidmüller machen einen Schritt in Richtung Industrie 4.0 mit einem intelligenten Motormanagementsystem für Logistiksysteme.

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Rollenförderer mit Einzelantrieb und montierten Mono-Switch FieldPower Antriebe. Die Geräte können, aufgrund ihrer internen Steuerungslogistik ohne übergeordnete Anlagensteuerung betrieben werden.
Rollenförderer mit Einzelantrieb und montierten Mono-Switch FieldPower Antriebe. Die Geräte können, aufgrund ihrer internen Steuerungslogistik ohne übergeordnete Anlagensteuerung betrieben werden.
(MSF Vathauer)

Die vierte industrielle Revolution – kurz als Industrie 4.0 bezeichnet, wird konkret. In sogenannten cyberphysikalischen Systemen, dem Kernstück der neuen Philosophie, verfügt jedes Werkstück über ein digitales Produktgedächtnis, das definiert, was es ist und was als Nächstes mit ihm geschehen soll – über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg vom ersten Bearbeitungsschritt bis zur Logistik.

Die sich selbst organisierende Fabrik mit ihren eingebetteten Systemen wird real. Auf dem Gebiet der eingebetteten Systeme hat MSF-Vathauer einen Beitrag geleistet, um autonome Entscheidungsprozesse im Unternehmen sowie ganze Wertschöpfungsnetzwerke in nahezu Echtzeit steuern und optimieren zu können. MSF Vathauer präsentiert ein Antriebs-Automatisierungssystem um beispielsweise Logistiksysteme sowie andere industrielle Anwendungen mit und ohne übergeordneter Anlagensteuerung zu automatisieren und entsprechend sich wandelnden Produktionsprozessen anzupassen. Das „denkende“ Motormanagement wird dezentral über eine Energiebusleitung im Maschinenfeld verteilt, wobei alle Motormanagementkomponenten untereinander kommunizieren. Bei dem Motormanagementsystemen vertraut der Systempartner auf FieldPower von Weidmüller. FieldPower ist ein modulares Energiebussystem für die dezentrale Automatisierung. Die Antriebskomponenten werden auf die im Feld montierten FieldPower Boxen aufgesteckt, mit einer verkürzten Installations- und Inbetriebnahmezeiten, sowie modularem Aufbau von Produktionsstrukturen. Auch die Anlagenplanung kann mit dieser Antriebslösung schneller erfolgen.

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Motorstarter übernehmen die komplette Automatisierung

Für Logistiksysteme offeriert MSF Vathauer den Mono-Switch FieldPower Even Thinking. Das dezentrale Antriebssystem kommt mit seiner internen Steuerungslogik (Even Thinking) ohne eine übergeordnete Anlagensteuerung aus. Sobald ein Werkstück sich meldet, wird es von einem direkt am Motorstarter angeschlossenen Sensor identifiziert. Anschließend wird das Signal an entsprechende Antriebe weitergegeben. Diese sorgen dann für einen dem Prozess zugeordneten Ablauf – dargestellt an einer staudrucklosen Förderanlage.

Explizit, sobald das Fördergut an seinem Bestimmungsort ankommt, wird eine Empfangsbestätigung gemeldet, so dass das vorherige Förderelement „weiß“ – „Fördergut ist angekommen“, im Bedarfsfall kann neues Fördergut geschickt werden. Sollte sich der Produktions- oder Logistikfluss ändern, kann man das Motormanagement schnell dem neuen Produktions- und Förderprozess anpassen, einfach durch Hinzufügen oder Herausnehmen von Antriebseinheiten im Energie- und Kommunikationsstrang. Somit werden die Fördereinheiten, wie auch die Kommunikation zwischen den Förderelementen flexibel auf neue Produktionsbedürfnisse angepasst. Einfach: Plug and Play. Die direkt in den Förderanlagen integrierten Motorstarter übernehmen die komplette Automatisierung, lediglich für die Einspeisung und Absicherung der Netzspannung ist ein Mini-Schaltschrank notwendig.

Die verwendeten Standard-Sensoren werden ebenfalls mit Standardleitungen direkt am Motorstarter angeschlossen. Durch die einfache Montage der Energieverteilung sowie die effiziente Installation aller Motoranschaltungen und Sensoren lassen sich Installationszeiten um bis zu 50 Prozent reduzieren.

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