Logistik-Software LPR nutzt SAP-Software für die Ersatzteil-Logistik

Innerhalb von drei Monaten hat der mittelständische Express- und Logistikdienstleister LPR eine speziell für seine Bedürfnisse zugeschnittenes SAP-System implementiert. Realisiert wurde das Projekt durch den SAP-Partner Arvato Systems Technologies.

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Der Express- und Logistikdienstleister LPR vertraut anlässlich der Übernahme des Innight-Geschäftes von UPS SCS auf eine speziell für seine Bedürfnisse zugeschnittene SAP-Logistik-Software. Bild: LPR
Der Express- und Logistikdienstleister LPR vertraut anlässlich der Übernahme des Innight-Geschäftes von UPS SCS auf eine speziell für seine Bedürfnisse zugeschnittene SAP-Logistik-Software. Bild: LPR
( Archiv: Vogel Business Media )

Anfang 2009 schon stand fest, dass LPR mit Hauptsitz in Neuss das Innight-Geschäft der UPS SCS GmbH übernehmen sollte. Ein großer Teil der zusätzlichen Aufträge bestand in der nächtlichen Ersatzteilversorgung für mobile Service-Techniker.

Dabei werden die Sendungen direkt in den Kofferraum der Service-Fahrzeuge oder an anderen vereinbarten Orten hinterlegt. „Damit hatten wir von einem Tag auf den anderen unser Nachtexpress-Volumen auf 10000 Aufträge pro Tag verdoppelt“, erklärt Hartmut Jadallah, bei LPR verantwortlich für Marketing und Vertrieb.

Ersatzteil-Logistik lässt keine Kompromisse bei der Software-Qualität zu

Um diesen Schritt zu ermöglichen, musste innerhalb von wenigen Wochen in Bad Hersfeld ein zweites Hub aufgebaut und in die Abwicklung mit den rund 25 Gebietspartnern integriert werden. Zudem sei es notwendig gewesen, wie es heißt, die bisherige Unternehmens-Software sowie die verwendeten Handscanner der Fahrer und Lagermitarbeiter zu ersetzen. „Das alte System war bereits an seine Grenzen gestoßen“, so Jadallah.

Trotz des hohen Termindrucks wollte das LPR-Management keine Kompromisse bei der Soft- und Hardware-Qualität eingehen. Gesucht wurde eine langfristig erweiterbares und bewährtes IT-System, das ohne Schnittstellen im gesamten Unternehmen eingesetzt werden kann.

Im Rahmen eines von LPR betriebenen Online-Shops für Ersatzteile wurden bereits gute Erfahrungen mit SAP gesammelt. Als Partner für das neue Projekt fungiert die Bertelsmann-Tochter Arvato Systems Technologies.

LPR-Logistik-Software im SAP-Standard bleibt releasefähig

Für LPR war eigenen Angaben zufolge von vorne herein klar, dass die von SAP angebotene Einstiegs-Variante „Business One“ nicht für die eigenen Anforderungen geeignet war. An SAP R3 beziehungsweise der auf R3-Basis von Arvato entwickelten Logistiklösung „Best-4-LSP“ führte kein Weg vorbei.

Bei LPR sorgt die Logistik-Software „Best-4-LSP“ für:

  • die komplette Umschlagsabwicklung,
  • das Tracking & Tracing,
  • die Übernahme der zu 90% elektronisch übermittelten Aufträge,
  • die Steuerung der angeschlossenen Scanner,
  • den Ausdruck der Rollkarten,
  • die automatische Tourenbildung sowie
  • die Retourenabwicklung.

Arvato hat es geschafft, die Anforderungen des Logistikdienstleisters ohne Modifikation in SAP zu realisieren. Dadurch bleibt die LPR-Logistik-Software im SAP-Standard und releasefähig, ein Vorteil für die künftigen Wartungs- und Anpassungskosten.

Kundenindividuelle Reports mit der Logistik-Software problemlos konfigurierbar

Eine weitere Herausforderung des IT-Projektes bestand nach LPR-Angaben in den Ansprüchen der früheren UPS-Kunden an das Reporting. „UPS hatte sehr individuelle Lösungen und spezifische Berichte für einzelne Verlader ermöglicht“, erinnert sich LPR-Logistikleiter Michael Bonnes. Mit seinem alten IT-System hätte LPR nach eigener Aussage diesen Informationshunger nicht stillen können.

Mit der Logistik-Software „Best-4-LSP“ können jetzt problemlos kundenindividuelle Reports konfiguriert werden. Dadurch konnte LPR sein gesamtes Berichtswesen erheblich verbessern und bietet seinen Kunden eine weitaus höhere Transparenz, wie es heißt.

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