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Rohstoffmarkt Macht die Lager voll

| Redakteur: Robert Weber

Die Logistikwelt steht auf dem Kopf – zumindest an den Rohstoffmärkten. Während Industriemanager immer wieder zu hohe Bestände in den Logistikzentren anprangern, sorgen sich Rohstoffanalysten um ein nicht ganz neues Phänomen. Zwei Unternehmen horten die weltweiten Kupfervorräte und machen ihre Lager voll, berichtet das Wall Street Journal.

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Ein Meisterwerk der Malerei - Hendrick met de Bles verewigte den Kupferabbau Mitte des 16. Jahrhunderts in seinem Werk. Heutzutage ist der Rohstoffe begehrter denn je.
Ein Meisterwerk der Malerei - Hendrick met de Bles verewigte den Kupferabbau Mitte des 16. Jahrhunderts in seinem Werk. Heutzutage ist der Rohstoffe begehrter denn je.
(Bild: Zenodot Verlagsgesellschaft mbH, Lizenz public domain, wikicommons)

Die Zeitung berichtet, dass zwei wichtige Rohstoffhandelsfirmen in ihren Lagern einen Großteil des weltweit verfügbaren Kupfers anhäufen würden. Die Redakteure beziehen sich dabei auch Aussagen von Händler und Analysten. Sollte es die Nachfrage nach Kupfer plötzlich steigen oder die Produktion unterbrochen werden, könnte es schwierig werden, an Kupfer zu kommen, heißt es weiter. Der Kupferpreis sinkt seit Februar, doch Käufer berichteten dem Medium, dass sie mittlerweile hohe Gebühren zahlen müssen, um das Metall zu erhalten.

Die Kritik der Analysten geht vor allem an die Adresse der Rohstoffkonzerne Glencore und Trafigura Beheer, berichtet das WSJ. Die Unternehmen wollten sich gegenüber der Öffentlichkeit nicht äußern. Auch aus logistischer Perspektive ist die Lagergung von Kupfer interessant, denn wegen des logistischens Aufwands, um das Metall zu bewegen, so die Zeitung, ist die Wartezeit für Kupfer in Antwerpen beispielsweise auf bis zu 25 Wochen gestiegen.

Mehr Details zu den Kupferlagern lesen Sie im WSJ - hier.

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