Company Topimage

02.08.2021

MALORG Consulting | Schnittstelle zwischen Automatisierung und manuellen Prozessen

Automatisierte und manuelle Prozesse – wie verändert diese Kernanforderung die Zukunft der Logistik? Durch die Digitalisierung verändern sich zunehmend die Prozesse in der Logistikbranche. Wie können die Abläufe im Lager effizienter und ressourcensparend gestaltet werden? Ein entscheidendes Kriterium spielt hierbei die Schnittstelle zwischen automatisierten und manuellen Prozessen. Vermehrte automatisierte Prozesse sollen manuelle Eingaben der Mitarbeiter reduzieren und somit mögliche Fehlerquoten.

In diesem Beitrag gehen wir auf folgende Aspekte genauer ein:

  • Die Interaktion zwischen Menschen und automatisierten Prozessen
  • Wie unterstützen Mitarbeiter die automatisierten Prozesse im Lager?
  • Die Überwachung der Automatisierung


Die Interaktion zwischen Menschen und automatisierten Prozessen

Ein Beispiel dieser Interaktion stellt die Ware-zur-Person-Kommissionerung mit Fachbodenregalen und Unterfahr-FTS (Fahrerloses Transportsystem) dar.

Welche Vorteile gibt es bei dieser Art der Kommissionierung?

– Unterfahr-FTS transportieren die Ware selbständig durch das Lager

– Zeitaufwand wird reduziert - Wegfall von Wegezeiten für den Mitarbeiter

– Flexibles Arbeiten und Entlastung der Mitarbeiter

Unterfahr-FTS bringen einzelne Fachbodenregale selbständig zum Kommissionierbereich. Somit muss der Mitarbeiter nicht mehr durchs Lager laufen, sondern kann flexibel und zeitsparend direkt am Arbeitsplatz kommissionieren. Durch ein angepasstes Fenster im Zaun des Kommissionierbereichs ist es zudem möglich, die Ware direkt aus dem Regal zu entnehmen.


Wie unterstützen Mitarbeiter die automatisierten Prozesse im Lager?

Zu beachten ist hier, dass die Automatisierungen nicht alle Tätigkeiten selbständig ausführen können. Mitarbeiter sind daher auch in automatisieren Lagern unverzichtbar.

Folgende Beispiele zeigen, wann automatisierte Prozesse die Arbeit übernehmen können und wann eine manuelle Bearbeitung nötig ist.

  • Die Depalettierung von Kleinladungsträgern

– Hier übernehmen Automatisierungen im Lager die Regelprozesse und entlastet somit die Mitarbeiter. Es kann jedoch vorkommen, dass die Depalettierung manuell durchgeführt werden muss. – beispielsweise, wenn die Roboter Kleinladungsträger aufgrund der Konturen nicht lesen können, Belege zur Identifizierung fehlen oder die KLT durch äußere Einflüsse verkantet sind.

  • Palettenfördertechnik – die Automatische Wareneingangsbuchung

– Durch Peripherieelemente, die in die Fördertechnik integriert sind, können automatisierte Prozesse die Bearbeitung der Wareneingangsbuchung übernehmen. Falls allerdings mögliche Mängel auftreten, muss eine manuelle Nachbearbeitung erfolgen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Ladeeinheit einen zu großen Überstand aufweist oder der Wareneingangsbeleg fehlt.


Die Überwachung der Automatisierung

Zu beachten ist, dass Automatisierungsanlagen durch Sensoren, Initiatoren sowie angebrachten Kameras überwacht werden und im Falle einer Störung eine Meldung abgeben. Falls es zu Störungen oder Mängeln kommt, wird die Anlage durch geschultes Fachpersonal schnellstmöglich instandgesetzt.

Der operative Prozess wird in der Regel für diesen Zeitraum pausiert, um nach einer schnell behobenen Störung den Standardprozess ohne weitere Aufwände fortzusetzen. Ausnahmen hierfür stellen Langzeitstörungen dar. Sofern eine Störung so lange dauert, dass Bereitstellzeiten, Versorgungsengpässe oder ähnliches entstehen, müssen manuelle Notprozesse implementiert werden, um den Warenstrom temporär zu gewährleisten.

Beispiele hierfür sind:

– vollautomatisches Hochregallager

– automatisches Kleinteilelager

– Fahrerlose Transportsysteme


Automatisierung und die Sicherheit im Lager

Die Sicherheit der Mitarbeiter hat höchste Priorität und muss unbedingt gewährleistet werden. Durch die zunehmende Automatisierung im Lager, ist es besonders wichtig die Arbeitsprozesse sicher zu gestalten.

Folgende Maßnahmen sollen die Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleisten:

– Fest definierte Aufnahme- und Abgabepunkte sowie Lichtkegel und Personensicherheitsscanner der fahrerlosen Transportfahrzeuge.

– So können die Mitarbeiter die fahrerlosen Transportfahrzeuge wahrnehmen, bzw. die Fahrzeuge Personen erkennen

– Eigene Sicherheitsbereiche.

Die Sicherheitsbereiche dürfen nur bei Abschaltung des jeweiligen Bereichs betreten werden und müssen im Vorfeld definiert werden, um bei einer Störung nicht die Gesamtanlage abschalten zu müssen. Zusätzlich müssen vollautomatische Bereiche eingezäunt werden. Der Zutritt dieser Bereiche erfolgt nur für befugtes Personal und durch eine Sicherheitstür. Dafür müssen in der Anlage Zugangskonzepte geschaffen werden, wie zum Beispiel ein Gassenzugang für automatische Lager oder der Zugang zu abgezäunten Bereichen, wie beispielsweise Heber, Portalumsetzer und Roboter.


Jetzt mehr über die Schnittstelle zwischen Automatisierung und manuellen Prozessen erfahren!

Automatisierte Prozesse bestimmen die Zukunft der Logistikprozesse und können die Abläufe im Lager effizienter gestalten. Die optimale Zusammenarbeit von Menschen und Roboter ist hierbei fundamental. Um die Vorteile der Automatisierung vollständig zu nutzen, ist die richtige Lagerplanung und ein sinnvolles Konzept nötig.

Wurde Ihr Interesse für automatisierte Prozesse im Lager geweckt? Oder nutzen Sie bereits automatisierte Prozesse und wollen diese optimieren? – Unsere erfahrenen Berater unterstützen Ihr Vorhaben von der Planung bis zur Realisierung, um Ihre Lagerplanung effizient zu entwickeln.

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf!