Cemat 2016

Konzepte für mehr Kapazität

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Grupa Azoty ist der größte polnische und einer der größten Chemiekonzerne Europas.
Grupa Azoty ist der größte polnische und einer der größten Chemiekonzerne Europas. (Bild: Pierau)

Der polnische Chemiekonzern Grupa Azoty hat Pierau Planung mit der Datenermittlung und Konzepterstellung verschiedener Fertigwarenlagervarianten sowie der Optimierung der Flächenplanung des Grundstücks beauftragt.

Grupa Azot ist der größte polnische und einer der größten Chemiekonzerne Europas. Das Sortiment des Unternehmens ist vielfältig: von Mineraldünger und Thermoplasten über Oxoalkohole bis hin zu Weichmachern und Pigmenten. Die Produkte werden in über 50 Länder der Welt vertrieben. Am Standort Guben, bei Frankfurt/Oder, befindet sich die Tochtergesellschaft Grupa Azoty ATT Polymers. Die Fertigungsstätte ist für die Herstellung von Polymeren verantwortlich. Aufgrund einer positiven Unternehmensentwicklung und der damit einhergehenden Steigerung der Produktionskapazität waren die Lagerkapazitäten am Standort Guben ausgeschöpft.

Die Hamburger Unternehmensberatung Pierau Planung wurde deswegen mit einer Konzeptstudie beauftragt, welche unterschiedliche Lösungsansätze mit verschiedenen Automatisierungsgraden in einem Neubau darstellen sollte. Oberstes Ziel hierbei war es, die Lagerkapazität auf der gegebenen Grundfläche zu maximieren. Dabei galt es zu berücksichtigen, dass unterschiedlichste Palettentypen und -höhen gelagert werden mussten.

Außergewöhnliche Ausgangssituation

Eine besondere Herausforderung des Projekts war unter anderem das zu lagernde Material. Hierbei handelte es sich um Polyamide Granulat für die Plastikindustrie, das in Säcken auf verschiedenen CP Palettentypen und Octabins gelagert wird. „Das Verhältnis von verschiedenen Fertigwarenprodukten – weniger als 50 – und der Bestandsmenge pro Artikel im Fertigwarenlager war für uns eine eher außergewöhnliche Ausgangssituation. Wir haben uns daher auf sehr kompakte Lagerungsmöglichkeiten konzentriert“, berichtet Arne Pierau, geschäftsführender Gesellschafter bei Pierau Planung.

Verfolgt wurde eine reine Pallettenlagerung mit einer sehr hohen Palettenanzahl pro Artikel und einem sehr hohen Lagerumschlag. Das Fertigwarenlager wäre hierbei direkt an die Produktion angeschlossen. Saisonale Schwankungen mussten in die Betrachtungen nicht mit einbezogen werden, da keine Produktionsspitzen durch die Anlage generiert werden. „Die logistischen Lösungsvorschläge der Experten von Pierau Planung waren durch eine detaillierte Konzeption verschiedener Szenarien und Ansätze gekennzeichnet“, so Gabriele Kell, Geschäftsführerin bei Grupa Azoty ATT Polymers. Es wurden unterschiedliche Varianten erstellt, die sich hinsichtlich des Automatisierungsgrades unterschieden.

Da der Standort in einem Industriegebiet liegt und es aufgrund dessen keine nennenswerten Einschränkungen bei der Bebauungshöhe gab, wurde eine Variante mit einem automatischen Palettenhochregallager verfolgt. Dieses Konzept konnte die meisten Stellplätze aufweisen. Aufgrund der automatischen Ein- und Auslagerung, wurde das Palettenhochregallager komplett von den operativen Lagerprozessen getrennt. So konnte auch der Einsatz einer Oxyreduktanlage dargestellt werden. Ein Vorteil für den Betrieb: ein Brand kann durch den verringerten Sauerstoffgehalt erst gar nicht entstehen. Aufgrund der verschiedenen detaillierten Darstellungen von Pierau Planung kann Grupa Azoty nun eine finale Entscheidung fällen, sodass die logistische Abwicklung dem Unternehmenserfolg angepasst werden kann.

Pierau Unternehmensberatung GmbH, Halle 27, Stand D25

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