Elektromobile Logistik

Projekt I-Hub gestartet

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Schon seit Januar 2016 arbeitet das Konsortium an seinen Aufgaben, jetzt wurde das Projekt I-Hub offiziell gestartet.
Schon seit Januar 2016 arbeitet das Konsortium an seinen Aufgaben, jetzt wurde das Projekt I-Hub offiziell gestartet. (Bild: I-Hub)

Wie können Elektro-Lkw in der Stückgutlogistik optimal eingesetzt und bestehende Nachteile ausgeglichen werden? Dieser Frage widmet sich das Projekt I-Hub, das den beteiligten Unternehmen zufolge die Zukunft des Flottenmanagements in diesem Bereich einleiten soll.

Unter der Konsortialführung von Schenker Deutschland entwickeln der Elektro-Lkw-Hersteller Framo, das Softwarehaus PTV sowie die Forschungsinstitute Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI und das Institut für postfossile Logistik gemeinsam das IT-gestützte System I-Hub zur Steuerung von gemischten dieselbetriebenen und elektrischen Lkw-Flotten für ein Logistikzentrum. Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms „IKT für Elektromobilität III“ des Bundesministeriums für Wirtschaft gefördert, ist damit Teil der „Digitalen Agenda 2014 bis 2017“ und unterstützt darüber hinaus die im Regierungsprogramm Elektromobilität beschriebenen Forschungsziele.

„Die Elektromobilität stellt für die Stückgutlogistik eine besondere Herausforderung dar: Für die Branche ist es von besonderer Bedeutung, schnell, pünktlich und zuverlässig zu sein. Deshalb benötigen Logistikdienstleister Transportmittel, die stets ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen“, sagt Prof. Karl-Georg Steffens, Geschäftsführer des Instituts für postfossile Logistik (PFL). „Elektrofahrzeuge haben durch die Notwendigkeit, nach einer gewissen Kilometerleistung aufgeladen zu werden, gerade hierbei einen Nachteil gegenüber dieselbetriebenen Lkw.“ Eine Integration von Elektro-Lkw in die Fahrzeugflotten von Logistikdienstleistern erfordere daher eine intelligente Steuerung, die diesen Nachteil ausgleicht und mittels einer dynamischen Tourenplanung Transportaufträge nur dann einem Elektro-Lkw zuteilt, wenn dieser den Auftrag mit der gleichen Zuverlässigkeit erledigen kann wie ein Diesel-Lkw.

Wichtiger Entwicklungsschritt

Diese Steuerung ist die Hauptaufgabe des zu entwickelnden Systems I-Hub. Neben den technischen Herausforderungen wird das System zudem darauf achten, dass die zu entwickelnde Lösung eine wirtschaftliche Alternative zu den klassischen Lkw-Flotten darstellt. Dafür werden zur Optimierung der wirtschaftlichen Effizienz der Gesamtflotte unter anderem der „State of Use“, der Abnutzungsgrad der Fahrzeugbatterien, herangezogen, um einen gleichmäßigeren Einsatz der Elektrofahrzeuge zu ermöglichen.

Mithilfe der Systeme, die im Vorhaben entwickelt und getestet werden, sollen drei Elektro-Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von je bis zu 18 t an der Geschäftsstelle Berlin von Schenker Deutschland optimal eingesetzt werden. Gelingt es, die Systemvorteile der Elektromobilität, wie geringe Treibhausgas- und Geräuschemission, im Praxiseinsatz einer Mischflotte mit informationstechnischer Hilfe praktikabel zu nutzen, so ist ein wichtiger Entwicklungsschritt hin zu postfossiler, emissionsfreier Logistik getan, so das Konsortium.

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