Leasing

Maschinenleasing – auch nach der Krise eine gute Alternative

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Zudem sind Schwankungen am Zins- und Kapitalmarkt zwischen dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und des Vertragsanlaufes, die sich auf den Leasingfaktor und damit auf die Wirtschaftlichkeit des Vertrages auswirken, mittels Nachkalkulation zu berücksichtigen.

Finanzkrise führte beim Leasing zu schlechteren Konditionen

Gerade nach der Finanzmarktkrise haben nahezu alle namhaften Leasinggesellschaften ihre Vertragsbedingungen zu Ungunsten der Leasingnehmer verändert, um ihre Erträge zu steigern. So kalkulieren die Leasinganbieter zunehmend Abschluss- oder Servicegebühren beziehungsweise rechnen sogenannte „gebrochene“ Mietperioden ab.

Wenngleich der Abschluss von Leasingverträgen Risiken in sich birgt, überwiegen die Vorteile. Im Regelfall erfolgt eine Ausweitung des Kreditspielraums, wenn man davon absieht, dass Leasinggesellschaften der Hausbanken ihre Leasingkredite oft auf den Gesamtkreditrahmen anrechnen. Wer also seinen Kreditspielraum ausweiten möchte, sollte beim Leasing in erster Linie andere Gesellschaften bevorzugen. Mit wenigen Ausnahmen verlangen Leasinggeber keine Zusatzsicherheiten während der Laufzeit, selbst wenn sich die Bonität des Leasingnehmers verschlechtern sollte.

Nicht ausgeschöpft werden bisher Finanzierungspotenziale, die sich durch strategische Sale-and-lease-back-Transaktionen erschließen. Dabei verkauft ein Unternehmen (teil)abgeschriebene Maschinen an eine Leasinggesellschaft. Solche Transaktionen bieten sich an, wenn Mitgesellschafter auszuzahlen sind oder Akquisitionsfinanzierungen anstehen.

Leasingbranche wartet nach der Krise mit allerlei Finanzinnovationen auf

Im Ausland werden Leasingverträge zumeist mit den Gesellschaften vor Ort abgeschlossen, aber es besteht auch die Möglichkeit, Leasingverträge nach deutschem Recht mit der Erlaubnis zur Untervermietung im Ausland zu gestalten.

Die Leasingbranche zeigt sich auch nach der Finanzmarktkrise innovativ am Markt. So werden schon heute vereinzelt Leasingverträge angeboten, deren Leasingratenhöhe vom Auslastungsgrad der Maschinen abhängen. Ferner werden Kick-back-Verträge angeboten, die eine Rückvergütung an den Leasingnehmer vorsehen, wenn während der Vertragslaufzeit keine Zahlungsstörungen eingetreten sind.

Leasing bleibt also auch nach der Finanzmarktkrise – dank der weiterhin hohen Anzahl der Anbieter – eine interessante Finanzierungsalternative. Zudem ist es einigen Leasinggebern gelungen, öffentliche Fördermittel in den Leasingvertrag zu integrieren.

* Andreas Croner ist Regionalleiter, Bernd Rischko ist Geschäftsführer der Profipartner GmbH mit Sitz in 32584 Löhne.

(ID:32545060)