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Lieferketten Mehr Logistiker wünschen sich transparente Supply Chain

Redakteur: Katharina Juschkat

Aufgrund der Coronapandemie nimmt der Wunsch nach einer transparenten Lieferkette deutlich zu. Gleichzeitig beschweren zahlreiche Hemmnisse deren Einführung. Die Ergebnisse des Hermes-Barometers „Transparenz in der Supply Chain“.

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Eine transparente Lieferkette ist vor allem in Pandemiezeiten wichtig.
Eine transparente Lieferkette ist vor allem in Pandemiezeiten wichtig.
(Bild: Hermes)

Transparente Lieferketten nehmen in Zeiten der Pandemie an Bedeutung zu: 47 % der Logistiker geben an, dass deren Relevanz aufgrund von Corona gewachsen ist. Das ist ein Ergebnis aus dem 13. Hermes-Barometer „Transparenz in der Supply Chain“, für das Hermes 200 Logistikentscheider in Deutschland befragte.

Hürden auf dem Weg zur transparenten Lieferkette

Als Hauptursachen, warum eine transparente Lieferkette nicht realisiert wird, nennen die Befragten Kommunikationsprobleme zwischen beteiligten Partnern und die fehlende Vernetzung mit Lieferanten und Handelspartnern. Das war bereits in der letzten Umfrage im Jahr 2017 das größte Hindernis.

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Weitere Hürden beim Aufbau einer transparenten Supply Chain sind Sicherheitsbedenken (46 %) und fehlendes Vertrauen, Daten mit den Partnern zu teilen (43 %) – was aber Basis für eine verbesserte Kommunikation und die Erhöhung der Transparenz innerhalb einer Supply Chain ist. Darüber hinaus sind fehlendes Personal bei jedem zweiten kleineren Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern ein relevantes Hindernis (53 %). Zusätzlich erschwert nach wie vor der hohe Zeit- und Kostenaufwand für die Implementierung notwendiger Technologien die Transformation.

Technologienutzung wächst

Der Einsatz von Technologien ist für die Supply-Chain-Planung globaler Lieferketten jedoch hochrelevant: So stimmen 75 % der Entscheider der Aussage zu, dass digitale Technologien von entscheidender Bedeutung seien, um bei künftigen Krisen über eine widerstandsfähige Lieferkette zu verfügen.

Für die Anwendung innovativer Technologien braucht es mehr Best-Practice-Beispiele, an denen sich die Unternehmen orientieren können.

Moritz Gborglah, Division Manager International Freight bei Hermes International

Auffällig ist, wie stark die Technologienutzung seit 2017 zugenommen hat: Mit einem Plus von 17 % ist die Nutzung von Dashboards am stärksten gewachsen. Portale und Plattformen nahmen um 16 % zu, Cloud-Lösungen um 13 %. Technologien wie Blockchain oder Künstliche Intelligenz nutzen aktuell 10 % der befragten Unternehmen. Das Resümee: Bereits erprobte Technologien werden häufig verwendet, neue Technologien eher zögerlich.

Die Hälfte der Logistiker sehen sich gut aufgestellt

Rund die Hälfte der Befragten sehen ihre Unternehmen gut aufgestellt und auch für größere Disruptionen vorbereitet. So verneinten 55 % die Aussage, dass in Folge der Pandemie vorher nicht sichtbare Schwachstellen in der Lieferkette aufgedeckt wurden. „Das Bewusstsein für die eigenen Prozesse und Limitationen scheint gewachsen zu sein“, sagt Moritz Gborglah, Division Manager International Freight bei Hermes International.

Das wachsende Wissen mag auch mit der vermehrten Transparenz innerhalb deutscher Lieferketten zusammenhängen. Der Umfrage zufolge verfügen aktuell 32 % der befragten Unternehmen über eine digitale Echtzeit-Supply-Chain, um Risikofaktoren in der Lieferkette zu identifizieren. Im Jahr 2017 waren es noch 20 %. Eine positive Entwicklung – die aber 70 % der Unternehmen noch vor sich haben.

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