Sicherheitssystem

Mehr Sicherheit und Effizienz im Logistiklager

| Redakteur: Jan Vollmuth

Intra Safety erfasst auch Fußgänger wenn diese eine spezielle Intra-Safety‐Weste tragen. Diese enthält spezielle Sensoren und Einrichtungen, mit denen eine Person erfasst und durch Vibrationsalarm vor Gefahren gewarnt werden kann.
Intra Safety erfasst auch Fußgänger wenn diese eine spezielle Intra-Safety‐Weste tragen. Diese enthält spezielle Sensoren und Einrichtungen, mit denen eine Person erfasst und durch Vibrationsalarm vor Gefahren gewarnt werden kann. (Bild: tbm)

Ein sicheres Logistikmanagementsystem erhöht nicht nur die Arbeitssicherheit im Lager, sondern steigert mit Logistikfunktionen auch die Effizienz beim Staplereinsatz.

Stellen Sie sich vor, Sie sind zu Fuß in einem Logistiklager mit eng beieinander stehenden Hochregalen unterwegs, wo jederzeit ein Stapler um die Ecke kommen könnte. Ist Ihnen zu gefährlich?

Braucht es nicht sein, meint der Logistikspezialist TBM Hightech Control. Das Unternehmen aus Aschheim bei München bietet mit dem Sicherheitssystem Intra-Safety eine Erweiterung seines No-Coll-Kollisionsschutzes, bei der Hallenbereiche, Flurförderzeuge und zutrittsberechtigte Personen mit intelligenten No-Coll-Infrarot-Sensoren ausgestattet werden. Diese Sensoren werden in ein zentral kontrolliertes Netzwerk eingebunden, über das ein schneller bidirektionaler Datenaustausch zwischen allen Systemkomponenten stattfinden kann.

Lokalisierung aller Verkehrsteilnehmer

Die No-Coll-Sensoren kommunizieren mit Mensch und Technik zur Lokalisierung aller Verkehrsteilnehmer und zur Vermeidung von Unfallsituationen. Die Übertragung sicherheitsrelevanter Befehle an Fahrzeuge und Fahrer erfolgt auf Infrarotbasis, und damit unstörbar durch Funk-Störsignale nahezu in Echtzeit. Die Funktion der Sensoren ist in allen Lagersystemen bis ins Tiefkühllager gewährleistet, so das Unternehmen.

Wird ein Fahrzeug oder eine Person erfasst, aktivieren die vernetzten Sensoren an der Decke (Matrix) jeweils die unmittelbar benachbarten Sensoren in einem definierten Koordinaten-Informationskreis.
Wird ein Fahrzeug oder eine Person erfasst, aktivieren die vernetzten Sensoren an der Decke (Matrix) jeweils die unmittelbar benachbarten Sensoren in einem definierten Koordinaten-Informationskreis. (Bild: tbm)

Wie funktioniert das System? Wird ein Fahrzeug oder eine Person erfasst, aktivieren die vernetzten Sensoren an der Decke (Matrix) jeweils die unmittelbar benachbarten Sensoren in einem definierten Koordinaten-Informationskreis. Zusammen bilden sie konzentrisch angeordnete Schutzzonen um die erfasste Person oder das Fahrzeug herum. Über die Sensormatrix werden permanent die Positionen und Bewegungsrichtungen aller im Beobachtungsbereich befindlichen Personen und Flurförderzeuge erfasst und zentral ausgewertet, so dass eine übergreifende Gefahrsituationbewertung und Koordination innerhalb des von der Matrix abgedeckten Bereichs möglich ist.

Sicherheitsfunktionen erweitert

Durch serverbasierte Funktionen zur Fehlermöglichkeits- und -Einflussanalyse (FMEA) sowie durch die nachrüstbare Rückraumschutzeinrichtung für Frontlader RAM-107 Rear-Area-Monitoring (Bildverarbeitungstechnik), wurde das Sicherheitssystem von TBM in den letzten Monaten kontinuierlich technisch ausgebaut.

An einem Stapler kommt der mit No-Coll-Infrarot-Sensoren und standardisierter Schnittstelle zur Fahrzeugsteuerung ausgestattete TBM zum Einsatz, der per Plug-and-play montiert werden kann. Für das Sicherheitssystem Intra-Safety wurde der um Sensorik, etwa einen 3D-Beschleunigungssensor, und die neue I-Box als intelligente Kontrolleinheit erweitert. Damit wird der der Dome zum Datensammler und Unfallmelder, mit dem detaillierte Informationen zum Staplereinsatz erfasst, zwischengespeichert und zum geeigneten Zeitpunkt via WLAN an einen zentralen Leitrechner weitergeleitet werden können.

Schutzweste warnt ihren Träger

Für Personen wurde eine spezielle TBM-Schutzweste mit integrierter Sensorik und Vibrationseinheit entwickelt, die den Träger der Weste bei einer Fahrzeugannäherung aktiv vor der Gefahr warnt. Die fahrzeugübergreifende Situationsbewertung erfolgt typspezifisch „Fahrzeug zu Fahrzeug“ und „Fahrzeug zu Mensch“ mit der rechtzeitigen Einleitung der jeweils relevanten Schutzfunktion für beide Einheiten. Darauf aufbauend ist das Intra-Safety-System so ausgelegt, dass auch ein Mischbetrieb von FTS und bemannten Fahrzeugen möglich ist.

Die mittels Sensorik erfassten Daten und Ereignisse laufen in einer zentralen Systemplattform zusammen, in der die Daten gespeichert und für nachfolgende Übersichtsanzeigen, Auswertungen und Analysen aufbereitet werden (MZ: Matrix-Zentrale, LZ: Linien-Zentrale, IB: I-Box).
Die mittels Sensorik erfassten Daten und Ereignisse laufen in einer zentralen Systemplattform zusammen, in der die Daten gespeichert und für nachfolgende Übersichtsanzeigen, Auswertungen und Analysen aufbereitet werden (MZ: Matrix-Zentrale, LZ: Linien-Zentrale, IB: I-Box). (Bild: tbm)

Die mittels Sensorik erfassten Daten und Ereignisse laufen in einer zentralen Systemplattform zusammen, in der die Daten gespeichert und für nachfolgende Übersichtsanzeigen, Auswertungen und Analysen aufbereitet werden. Über den Intra-Safety-Web-Service stellt das System ein browserbasiertes Interface für die Datenanzeige am PC zur Verfügung.

Für die mobile Kommunikation sowie für die kontrollierte Bearbeitung von Benachrichtigungen und Warnmeldungen steht darüber hinaus die Intra-Safety-App zur Verfügung, über die jederzeit der Systemstatus via Handy kontrolliert werden kann.

Unfälle vermeiden

Logistiksteuerung nach den Kriterien der Industrie 4.0: Die bidirektionale Kommunikation zwischen Fahrzeug und Verkehrswegen sorgt für eine transparente und sichere Logistik.
Logistiksteuerung nach den Kriterien der Industrie 4.0: Die bidirektionale Kommunikation zwischen Fahrzeug und Verkehrswegen sorgt für eine transparente und sichere Logistik. (Bild: tbm)

Intra-Safety bietet Funktionen, die das System für zahlreiche Einsatzbereiche geeignet macht. Eine seine wichtigsten ist die der Unfallvermeidung. So kann basierend auf der Lokalisierung der Fahrzeuge und Personen in der vernetzten Sensor-Matrix über die störungssichere Infrarot-Kommunikation die Verkehrssituation „live“ in der Matrixzentrale mitverfolgt und fahrzeugübergreifend bewertet werden. Sich anbahnende Gefahrsituationen können auf dieser Basis „vorausschauend“ erkannt und, über die Möglichkeit zur bidirektionalen Kommunikation mit dem am Fahrzeug, über rechtzeitig eingeleitete Geschwindigkeitsanpassungen bis hin zum Stop einzelner Fahrzeuge vermieden werden.

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