Flusslogistik Mehr Transporte auf der Elbe sollen Straßen entlasten

Redakteur: Peter Königsreuther

Außer auf die Schiene verlagern Logistiker Transporte verstärkt auf die Binnenschifffahrt, um Straßen zu schonen, so das Netzwerk Logistik Mitteldeutschland. Die Elbe sei dafür besonders attraktiv.

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Verladearbeiten im Albertkanal in Dresden. Über die Elbe sollen in Zukunft noch mehr Waren transportiert werden. Damit will man die Straßen entlasten. Günstige Wasserstände machen die Elbe dafür ideal, heißt es.
Verladearbeiten im Albertkanal in Dresden. Über die Elbe sollen in Zukunft noch mehr Waren transportiert werden. Damit will man die Straßen entlasten. Günstige Wasserstände machen die Elbe dafür ideal, heißt es.
(Bild: Netzwerk Logistik Mitteldeuschland)

In Mitteldeutschland sorge die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) aufgrund zuletzt günstiger Wasserstände für einen deutlichen Zuwachs an Großverladungen, heißt es dazu. Die SBO habe bis Mitte Mai etwa 20 Prozent mehr Großverladungen im Alberthafen Dresden-Friedrichstadt durchführen können, als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 16 Großverladungen mit dem SBO-Schwerlastkran LR 1600/2 ausgeführt. Vor allem Transformatoren, Turbinen, Motoren, Pressen und Behälter mit Stückgewichten zwischen 40 und 250 Tonnen werden dort umgeschlagen, heißt es. Diese Güter sind für Binnenschiffe kein Problem. Sie werden dann vom Hafen Dresden zu den Seehäfen Hamburg und Antwerpen transportiert. Danach erfolgt ihre Weiterreise nach Asien und Südamerika.

Diese Verladungen zeigen, welchen Beitrag die Binnenhäfen mit ihrer trimodalen Infrastruktur zur Verkehrsverlagerung beitragen können, macht Frank Thiele klar, seines Zeichens SBO-Vertriebsleiter und Vorstandsmitglied im Netzwerk Logistik Mitteldeutschland. Und nach Meinung von Toralf Weiße, dem Vorstandsvorsitzenden des Netzwerks, bietet Mitteldeutschland auch sehr gute Infrastrukturen in den Bereichen Straße, Schiene und Luft, die sich in vielen Fällen sinnvoll ergänzen lassen.

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