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Kommentar Mit dem Abstieg nichts zu tun

| Redakteur: Robert Weber

Jetzt steht es also fest: Triton trennt sich von Dematic. Wir hatten schon im Oktober über Gerüchte berichtet, wonach auch die Logistikspezialisten von Daifuku Interesse an dem Offenbacher Intralogistikunternehmen gehabt haben. Durchgesetzt haben sich jetzt zwei Finanzinvestoren.

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Wer von "durchreichen" spricht, liegt falsch.
Wer von "durchreichen" spricht, liegt falsch.
(Bild: David Franz)

Interessant finde ich, was einige Kollegen aus der Geschichte machen. Von Dematic sei „durchgereicht“ worden ist da beispielsweise die Rede. Das kann ich nicht verstehen, denn es ist nun einmal üblich, dass sich ein Finanzinvestor nach einer bestimmten Zeit von einem Unternehmen wieder trennt und hoffentlich gewinnbringend verkauft – das ist deren Job. Dazu kommt: Triton hat bei Dematic gute Arbeit geleistet. Das Unternehmen ist gesund und innovativ – jetzt muss der asiatische Markt in den Blick genommen werden. Die, die mich kennen, denken in diesem Moment: „Hey, was ist denn mit dem Weber los, der lobt einen Finanzinvestor!?“ Ja, in diesem Fall schon, auch wenn Sanierungen immer hart sind.

Wo stehen wir in der Tabelle?

Wer bei dem Geschäft aber von „durchreichen“ spricht, liegt falsch. Denn „durchreichen“ verbinde ich vor allem mit dem Sport, wenn ein Team mehrmals hintereinander verliert und in der Tabelle nach unten „durchgereicht“ wird. Ein Abstiegskandidat ist Dematic mit dem neuen Eigentümer für mich sicher nicht. Spannend allerdings wäre es zu erfahren, wie viel das Geschäft in die Kassen von Triton spült, wie viel wert die Arbeit bei Dematic also war. Das ist eine andere Geschichte.

Robert Weber

(ID:36746070)