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Industrie 4.0 Mit Echtzeit-Ortungssystemen die Fertigung steuern

| Redakteur: Jürgen Schreier

In US-Fertigungsunternehmen gibt es einen erheblichen Bedarf an automatisierten Steuerungssystemen auf der Basis von Echtzeit-Informationen. Mit dem Einsatz intelligenter Echtzeit-Ortungssysteme in der Fertigung könnte dieses Problem gelöst werden.

Über aktive Transponder (Tags) können beliebige Objekte in Echtzeit identifiziert, geortet und durch die Produktion verfolgt werden.
Über aktive Transponder (Tags) können beliebige Objekte in Echtzeit identifiziert, geortet und durch die Produktion verfolgt werden.
(Bild: Ubisense)

Die Autoren der Smart Manufacturing Technologies-Studie 2014 von Ubisense beziffern den wirtschaftlichen Nutzen Fertigungslösungen, die mithilfe von Ortungssystemen gesteuert werden, in diesem Kontext auf mehrere Millionen US-Dollar – zum Beispiel durch optimierte Materialflüsse, die Eliminierung nicht wertschöpfender Prozesse sowie Qualitäts- und Produktivitätssteigerungen.

US-Unternehmen haben Optimierungsbedarf bei der Kontrolle ihrer Kernprozesse

Die Ergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen der produzierenden Industrie in den USA erheblichen Optimierungsbedarf bei der Kontrolle und Steuerung ihrer Kernprozesse haben. Nach Einschätzung der Befragten mangelt es in den jeweiligen Betrieben überdies an Echtzeit-Informationen über die laufenden Fertigungsprozesse, was es schwierig macht, die richtigen Ansatzpunkte für Verbesserungen zu identifizieren.

Die Mehrzahl der Studienteilnehmer gab überdies an, noch keine vollautomatisierten Systeme zur Fertigungssteuerung eingeführt zu haben, mit deren Hilfe Arbeitsprozesse verbessert und eine integrierte Fabriksteuerung erreicht werden könnte.

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Zu den Ergebnissen im Einzelnen:

  • Von den befragten US-amerikanischen Produktionsverantwortlichen gaben über 80 % an, dass sie sich beim Verbesserungsmanagement auf persönliche Beobachtungen verlassen.
  • 40 % der Befragten fehlt nach eigenen Angaben der Echtzeit-Einblick in den aktuellen Produktionsstatus.
  • Rund 10 % gaben an, dass in ihrem Betrieb mehrere Stunden am Tag nach Produkten und Betriebsmitteln gesucht werden muss.
  • Fast 15 % der Befragten nutzen keine datengestützten Analysen, um Prioritäten bei der Nacharbeit festzulegen.
  • 85 % der Studienteilnehmer gehen davon aus, dass Qualitätsprobleme vorwiegend durch Fehler der Mitarbeiter zustande kommen.
  • Über 50 % gehen davon aus, dass pro Produkt bis zu 10 % der Durchlaufzeit nicht produktiv genutzt wird.
  • Weitere rund 50 % geben an, dass es in ihrem Betrieb nicht möglich ist, die Verschraubungsvorgänge an den einzelnen Produkten zu dokumentieren.

Ortungssysteme leisten wertvollen Beitrag auf dem Weg zu Industrie 4.0

Mit dem Einsatz intelligenter Echtzeit-Ortungssystemen könnten viele dieser Probleme in Fertigungsprozessen vermieden und hoher Mehrwert erzielt werden, heißt es im Kommentar zu dieser Studie. Wo händische und maschinengestützte Arbeitsabläufe jederzeit im Blick sind und auf Basis valider Daten automatisch gesteuert werden, können produzierende Unternehmen Verbesserungs- und Nacharbeitsprozesse sinnvoll priorisieren, Schwachstellen frühzeitig identifizieren und Qualitätskennzahlen wirksam nachhalten. Im Resultat stehen erhebliche Einsparungen und Produktivitätssteigerungen bei deutlich erhöhter Prozesssicherheit.

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Auch auf dem Weg zu Industrie 4.0 leisten Echtzeit-Ortungssysteme einen wertvollen Beitrag, denn nur auf der Grundlage einer Echtzeiterfassung und –auswertung kritischer Daten aus der Fertigung können sich Produktionsanlagen und Prozesse automatisch an veränderte Anforderungen anpassen.

Richard Green, Ubisense Chief Executive Officer, sagt: „Die vernetzte Fabrik ist kein Zukunftstraum, sondern dank Ubisense-Technologie schon heute Realität bei vielen führenden Fertigungsunternehmen weltweit. Sie haben festgestellt, dass Ubisense Smart Factory einen enormen Return on Investment und erhebliche Wettbewerbsvorteile liefert.“

Download der vollständigen Studie

(ID:43024428)