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Materialfluss Mit modernen Scannern bleibt die Lieferkette lückenlos transparent

| Autor/ Redakteur: Hartmut Jadallah / Volker Unruh

Logistikdienstleister und selbst ausliefernde Hersteller müssen sicherstellen, dass sie die Lieferkette der Produkte von der Fertigung bis zum Endkunden lückenlos im Blick behalten. Allein mit Barcodes und herkömmlichen Lesegeräten geht das nicht mehr: Der Scanner ist zum Communicator geworden.

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Bild 1: Die sorgfältige Erfassung, Übertragung und Verwaltung von Produkt- und Versanddaten zur lückenlosen Nachverfolgbarkeit der Versorgungskette sind grundlegend für moderne Logistikdienstleistungen.
Bild 1: Die sorgfältige Erfassung, Übertragung und Verwaltung von Produkt- und Versanddaten zur lückenlosen Nachverfolgbarkeit der Versorgungskette sind grundlegend für moderne Logistikdienstleistungen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Mindestanforderung an einen Scanner ist klar umrissen: Er muss einen Barcode lesen und die Information an eine Datenbank weitergeben können. Von dort erfolgt alles weitere, wie die Bereitstellung der Trackingdaten im Internet oder in die verschiedensten Kundenserviceprogramme, damit Auskünfte über den Verbleib von Warensendungen erteilt werden können (Bild 1).

Handscanner anfangs zu umständlich

Die LPR GmbH war Anfang der neunziger Jahre einer der ersten Logistikdienstleister, die den Verlauf ihrer Pakete mittels Handscanner erfassten. Damals war das neu, innovativ – und umständlich. Da die Datenmengen zu groß und die Verbindung in die Mobilfunknetze unzureichend waren, wurden die Scanner vor und nach Antritt der Ausliefertouren über Kabel mit dem nötigen Datenmaterial versorgt. Das war damals die Mindestanforderung, die das Transportsegment Nachtexpress stellte, weil die Packstücke ohne persönliche Entgegennahme eines Empfängers angeliefert wurden.

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So hat sich bis heute bei fast allen Dienstleistern durchgesetzt, dass ein sogenannter Depot-Barcode, der an der Wand oder im Kofferraum des Empfangsdepots befestigt ist, mit dem Barcode auf dem Paket mittels Scannung „verheiratet“ wird. So wird belegt, dass die richtige Ware auch am richtigen Ort angeliefert wird. Über Funkzellen, die Gebiete um die Sendemasten der Mobilfunkanbieter, konnte die geographische Lage eingegrenzt werden. So war die Funktionalität der Scanner in der Regel durchgängig gegeben.

Vorinformationen werden mit den tatsächlichen Daten abgeglichen

Die Handhabung der Daten war für alle Transportdienstleister weitaus schwieriger. Es mussten Schnittstellen zwischen den Systemen geschaffen werden und die Daten sollten möglichst in Echtzeit übertragen werden, da der Nachtexpress die schnellste Transportdienstleistung ist, die über ein Netzwerk abgewickelt wird. Nur Kurierdienste und Direktfahrer erreichen ihr Ziel schneller.

Eine sofortige Verfügbarkeit der Information ist daher unumgänglich. Eine Fehlermeldung, die erst mittags weitergegeben wird, ist nutzloser als die Tageszeitung vom Vortag.

Im nächsten Schritt wurde überlegt, wie mittels Scannung mögliche Fehlerquellen ausgeschaltet oder zumindest minimiert werden konnten. Die Scanner bekamen Vorinformationen, die dann mit den tatsächlichen Daten abgeglichen wurden.

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