Unternehmenskennzahlen

Mit offenen Augen durch die Krise

09.12.2008 | Redakteur: Jürgen Schreier

Das Fundament eines jeden Unternehmens sind Zahlen. Gerade in einer Rezession ist es wichtiger denn je, diese Kennzahlen jederzeit im Blick zu haben. Kleinere und mittlere Unternehmen behelfen sich nicht selten mit einfachen Excel-Dateien und einem Steuerberater. Das ist zu wenig, um für eine Krise gerüstet zu sein. Dabei müssen Professionelle IT-Lösungen für Warenwirtschaft und Rechnungswesen nicht teuer sein.

Die deutsche Wirtschaft steht vor einer lang anhaltenden Rezession. Kleinere Unternehmen und Mittelständler müssen sich nun sorgfältig vorbereiten, um ihre Existenz langfristig zu sichern. Wichtigste Voraussetzung dafür ist die präzise Kenntnis der eigenen Geschäftszahlen.

Was so einfach und selbstverständlich klingt, erweist sich in der Praxis als hochkomplexe Aufgabe: Unzählige Kostenstellen müssen tagesaktuell beobachtet werden, ebenso Aussenstände, Lagerhaltung, Personal und vieles mehr. Ab einer gewissen Unternehmensgröße sind hierfür ebenso komplizierte wie kostspielige IT-Lösungen im Einsatz. Hilfreiche Werkzeuge – ungeeignet jedoch für kleine und mittlere Unternehmen, da sie sowohl im Preis als auch vom Umfang her völlig überdimensioniert sind.

Mit Exel-Listen kommt man in Krisenzeiten nicht weiter

Behelfsweise verlassen sich Mittelständler daher auf ihren Steuerberater und einen Wust von Excel-Listen. Die Nachteile einer solchen Behelfslösung bekommen die Unternehmen in Krisenzeiten schneller zu spüren, als ihnen lieb sein kann. Denn die anstehenden zentralen Maßnahmen, die über Wohl und Wehe des Unternehmens entscheiden, können nur auf Basis einer soliden Datengrundlage getroffen werden: „Nur wer genau weiß, wo das Unternehmen in der Gegenwart steht, kann auch den richtigen Kurs für die Zukunft bestimmen“, erklärt Michael Richter von Selectline, einem auf kleine und mittlere Unternehmen spezialisierten Anbieter kaufmännischer Softwarelösungen.

Doch die Datengrundlage in den meisten mittelständischen Unternehmen ist ganz überwiegend so schlecht, dass diese Unternehmen den Handlungsbedarf meist erst dann erkennen, wenn es bereits zu spät ist. Auf die Frage, warum Unternehmen in die Pleite gehen, stellte Siegfried Beck, Vorsitzender des Insolvenzverwalterverbandes VID, erst Anfang November nüchtern fest „Die Unternehmer kennen ihre eigenen Zahlen nicht.“

Maximale Transparenz durch passende IT-Lösungen

Unternehmen hingegen, die bei Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung und Controlling auf eine professionelle kaufmännische IT-Lösung setzen, profitieren von einem deutlichen Zugewinn an Transparenz. Alle zentralen Kennzahlen – Lagerdaten, , Außenstände, Bestellungen, Einkauf, usw. – sind zu jeder Zeit aktuell abrufbar. Auf diese Weise werden nicht nur zuvor unbekannte Zusammenhänge sichtbar. Durch die Verknüpfung und Beschleunigung von Prozessen lassen sich auch unnötige Kostentreiber identifizieren und ausmerzen.

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