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Verpackungstechnik Mit Virtual Reality zu 4.0

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Mit dem Programm Agility 4.0 will Gebo Cermex, ein Spezialist für Verpackungstechnik, seine Anlagen für die Industrie 4.0 fit machen. Derzeit umfasst das Programm vier Instrumente, die nach Unternehmensangaben vollständig in bestehende Industrie- und Planungsprozesse integriert werden können.

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Mit vier verschiedenen Systemen will Gebo Cermex die Verpackungstechnik für die Industrie 4.0 fit machen.
Mit vier verschiedenen Systemen will Gebo Cermex die Verpackungstechnik für die Industrie 4.0 fit machen.
(Bild: Gebo Cermex )

Mit Hilfe von 3D-Scans wird es möglich, ein digitales Modell vom Produktionsumfeld zu generieren. Der Scanner misst die Anlagen des Kunden, erzeugt aus den gewonnenen Daten eine Punkte-Cloud und wandelt diese in eine dreidimensionale Zeichnung um. Diese kann zusätzlich mit Bildern illustriert werden. Der ganze Prozess dauert Gebo Cermex zufolge nur einen Bruchteil der Zeit, die normalerweise zur Erstellung eines schematischen Diagramms auf Grundlage von manuellen Messungen benötigt wird. Das Unternehmen ist überzeugt, dass genaue und vollständige 3D Modelle für das Planen, Modifizieren und Optimieren des Produktionsumfeldes essenziell sind, zum Beispiel wenn eine Maschine ersetzt wird, damit „Kollisionen“ mit der bestehenden Ausstattung vor ab erkannt werden.

In Planungsphasen oder bei Integrationsprojekten bietet der VR-Simulator von Gebo Cermex eine 360°-Umsicht, die eine lebensechte Simulation von möglichen Produktionseinstellungen schafft. So stehen dem Unternehmen zufolge alle Informationen zur Verfügung, die benötigt werden, um einen Machbarkeitsbeweis zu erstellen. Dieses neue Instrument ermöglicht Unternehmen während der Vorplanungsphase kritische Varianten zu testen und Feinabstimmungen vorzunehmen. „Simulation ist ein Schlüsselelement für die Kostensteuerung. Unsere Kunden benötigen beide Fähigkeiten – Visualisieren und Vorhersagen – damit sie alle richtigen Entscheidungen treffen und somit ihre Betriebskosten auf einem absoluten Minimum halten können. Unsere Simulationslösungen wurden so konzipiert, dass sie dieser Anforderung gerecht werden,“ sagt Jean-Claude Waeldin, leitender Produktionssystemmanager bei Gebo Cermex.

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Unnötigen Energieverbrauch vermeiden

Das neue Tool zur Simulation des Energieverbrauchs des Produktionsbetriebes kann zweifach genutzt werden: zum Auditieren bestehender und zum Planen von neuen Anlagen. Eine genaue Simulation ermöglicht es den Kunden, eine große Anzahl möglicher Konfigurationen zu testen, Ausführungsvarianten zu validieren und Vorschläge zur Energieeinsparung zu optimieren. Schon in der Planungsphase soll das Tool wichtige Erkenntnisse liefern, da Nachhaltigkeit und Energieverbrauch mittlerweile wesentliche Kauffaktoren geworden sind und Käufer sehr genau auf den CO2-Ausstoß achten. In Verbindung mit dem Eco Audit Service von Gebo Cermex kann der Umweltaspekt einer Produktion nach Unternehmensangaben wesentlich verbessert werden.

Problemlösung aus dem Netz

Schließlich stellt der Live-Videoassistent (Live Remote Video Assistance Service) ein Hauptelement der 4.0 Unterstützung dar. Diese „Remote Video Assistance“ soll die MTTR (durchschnittliche Reparaturzeit) deutlich reduzieren. Zusätzlich bietet das System dem Unternehmen zufolge ein hohes Maß an Datensicherheit. „Heutzutage werden Verpackungsanlagen immer ausgeklügelter und sensibler, und ein betriebseigenes hoch qualifiziertes Wartungsteam bereitzustellen wird zu einem kostspieligen Luxusgut. Es ist auch nicht immer möglich, auf einen Techniker von Gebo Cermex zu warten. Dennoch ist schnelle und verlässliche Wiederherstellung im Falle einer Störung wesentlich, um die Produktivität und Rentabilität zu bewahren,“ so Sébastien Brun, Remote Service Technik-Manager bei Gebo Cermex. „Zusätzlich zu unserem standardisierten Remote Assistance Service, haben wir mit Remote Video Assistance nun eine Lösung, mit der wir einen Service bieten können, der nicht nur Video und Audio nutzt, sondern auch die Augmented Reality. Video und Audio ermöglichen unserem Fachmann das Problem so zu erörtern und zu verstehen als wäre er vor Ort. Dank der Augmented Reality kann er erklären, wie das Problem zu lösen ist: Der Maschinenbediener vor Ort sieht die Hände und Werkzeuge unseres Fachmanns und versteht so genau, was zu tun ist.“

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